Modellvorhaben Landschaft

Anhand konkreter Projekte sollen die Modellvorhaben Landschaft (MVL) Massnahmen vor Ort fördern, wobei lokale Besonderheiten berücksichtigt und Methoden getestet werden, um so die Landschaft qualitativ weiterzuentwickeln. Auf der Grundlage eines Landschaftsprozesses können sich die MVL auf verschiedene Landschaftstypen beziehen und sich mit verschiedenen Arten von Massnahmen befassen (Planung, Umsetzung, Umgestaltung, Rückbau, Kommunikation, Sensibilisierung usw.). Die Entwicklung von Hilfsmitteln auf der Grundlage der aus den MVL gewonnenen Erkenntnisse soll die Landschaftsakteure bei der Umsetzung von Projekten zur Aufwertung und Förderung der Landschaftsqualität unterstützen.

Die Unterstützung und Begleitung von Modellvorhaben durch den Kanton ist Teil der Umsetzung des kantonalen Landschaftskonzepts (kLK), insbesondere des Ziels 5 – Beispielhaftigkeit: «Die Landschaft durch ein angeleitetes Beispiel, eine territoriale Betrachtungsweise und einen multidisziplinären Ansatz weiterentwickeln » und des Unterziels «Auslösen von Best Practices anhand von Modellvorhaben».

Mit der Zeit wird der Landschaftsprozess zu einer bewährten Praxis, einer Gewohnheit, dem Landschaftsreflex. Die Projekte werden als Landschaftsprojekte angegangen.

Ein  Modellvorhaben Landschaft wird durch folgende Kriterien definiert, es…: 

  • Veranschaulicht eines der fünf vom kLK definierten Ziele mit einem konkreten Umsetzungsbeispiel
  • Erfüllt eine Vorbildfunktion für ein Thema, das repräsentativ für eine kantonale landschaftliche Herausforderung ist
  • Zeichnet sich durch einen innovativen Charakter aus (methodisch oder thematisch), an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis
  • Reflektiert den „Landschaftssreflex“
    • eine territoriale Betrachtung des Standorts (Topografie, Hydrografie, Vegetation, Bebauung, Ausblicke auf die Landschaft usw.) auf verschiedenen Ebenen
    • ein Verständnis des Standorts als Ganzes, in dem jedes einzelne Element die Landschaft mitgestaltet
    • eine sinnvolle Abgrenzung des Umfangs der Überlegungen und Massnahmen
    • eine Identifizierung und Aufwertung der strukturierenden Räume (sowohl offene als auch bebaute)
    • eine sorgfältige Auswahl der sinnvollsten Option, um die Besonderheiten hervorzuheben und Schäden zu beheben
    • ein Gleichgewicht, um den verschiedenen Leistungen der Landschaft gerecht zu werden
  • Wird von der am Prozess beteiligten Standortgemeinde unterstützt
  • Ermöglicht die Entwicklung von Synergien mit anderen kantonalen Strategien.
  • Wird durch einen partizipativen Prozess erarbeitet