Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt
Bewältigung der Ereignisse und nachhaltige Verbesserung der Sicherheit und der Lebensqualität
Im vergangenen Jahr hat sich einmal mehr gezeigt, wie mächtig und unberechenbar die Natur sein kann, aber auch, welche Stärke in der Solidarität liegt.
Die Zerstörung des Dorfes Blatten, die Murgänge in Lourtier und die starken Schneefälle im April 2025 waren besonders harte Prüfungen für die Bevölkerung und die Infrastruktur. Die Aktivierung der allgemeinen Polizeiklausel erlaubte ein rasches Eingreifen, um die Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen und unter anderem die Verkehrswege wieder instand zu setzen. In Blatten wird die Genehmigung der neuen Naturgefahrenkarten den Weg für den Wiederaufbau ebnen.
Mit der Inbetriebnahme der Südröhre des Tunnels Visp, des Vollanschlusses Visp-West und des Abschnitts zwischen Gampel/Steg und Visp ist die Autobahn A9 zwischen Gampel/Steg und Brig jetzt durchgehend befahrbar.
Die Einweihung des Tunnels von Les Evouettes markiert den Abschluss eines Grossbauprojekts im Chablais, das die Sicherheit und Lebensqualität der Anwohnenden erhöht.
Nach Verabschiedung der Leitlinien für die 3. Rhonekorrektion wird das Projekt nun in ein integrales Risikomanagement eingebunden und der Rahmen für die laufende Revision festgelegt.
Die Teilrevision des kantonalen Richtplans und die Bildung einer Taskforce zur Ausarbeitung der Strategie für Fruchtfolgeflächen (FFF) erfüllen das Erfordernis, den Boden als Ressource zu erhalten und eine ausgewogene und nachhaltige Raumplanung zu gewährleisten.
Schliesslich stellen neu auftretende Schadstoffe eine grosse Herausforderung dar, die uns dazu zwingt, verstärkt vorausschauend zu handeln, damit wir die Bevölkerung und unsere Ressourcen nachhaltig schützen können.
Diese Leistungen und Ergebnisse zeugen vom starken Engagement des Departements für Mobilität, Raumplanung und Umwelt (DMRU) für mehr Sicherheit und eine bessere Lebensqualität im Wallis.
Zum Schluss dieses kurzen Überblicks bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DMRU ganz herzlich für ihren ständigen Einsatz zugunsten unseres Kantons.
Franz Ruppen
Staatsrat

Mobilität
Zustand des Kantonsstrassennetzes
Eine der zahlreichen Herausforderungen bleibt der Zustand des kantonalen Strassennetzes, das sich am Ende seiner Lebensdauer und in einer alpinen Umgebung befindet, welche die Infrastruktur extrem belastet. Um hier ihre Aufgaben zu bewältigen, überarbeitet die Dienststelle für Mobilität (DFM) eine Überarbeitung ihre Unterhaltspolitik.
Erhebliche Schäden durch Unwetter
Die Naturereignisse des Jahres 2025 haben erhebliche Schäden an der Strassen- und Mobilitätsinfrastruktur verursacht. Insgesamt verdeutlichen diese Ereignisse die grosse Anfälligkeit der Verkehrsinfrastruktur gegenüber Naturgefahren und die daraus folgende Notwendigkeit langfristiger Planungs- und Schutzmassnahmen.
Bergsturz von Blatten im Lötschental
Der Bergsturz von Blatten am 28. Mai 2025 zerstörte die Kantonsstrasse zwischen Wiler und Blatten sowie die Kantonsstrasse zwischen Blatten und Weissenried. Unmittelbar nach dem Ereignis begannen die Gemeinde und der Kanton mit der Planung der Sicherungs- und Wiederaufbaumassnahmen. Vorrang hatte der Bau einer Notstrasse, um die Zufahrt nach Blatten rasch wiederherzustellen. Gleichzeitig wurde mit der Planung der neuen Kantonsstrasse zwischen Wiler und Blatten begonnen.
Unwetter im Val de Bagnes
Anfang Juni 2025 verursachten Unwetter in Lourtier im Val de Bagnes erhebliche Schäden und schnitten das Dorf vorübergehend von der Aussenwelt ab. Heftige Niederschläge vereinten sich mit der Schneeschmelze und liessen das Wasser im Wildbach Fregnoley stark ansteigen, worauf sich eine Schlammlawine löste. Diese zerstörte die Behelfsbrücke zwischen Lourtier und Champsec. Die Bevölkerung des Haut Val de Bagnes war damit zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren vom übrigen Tal abgeschnitten. Um die Zufahrtswege so schnell wie möglich wiederherzustellen, beschloss der Staatsrat, die am 4. September 2024 aktivierte allgemeine Polizeiklausel anzupassen und zu erweitern.
Starke Schneefälle vom April 2025
Im April 2025 führten die starken Schneefälle bis in die Talebene zu Verkehrsbeeinträchtigungen, Stromausfällen und der Sperrung zahlreicher Strassen- und Bahnverbindungen. Der Staatsrat verhängte die ausserordentliche Lage, und die Armee wurde zur Unterstützung bei den Räumungs- und Sicherungsarbeiten aufgeboten. Die Schäden an den Kantonsstrassen beliefen sich auf rund 2.9 Millionen Franken.
Neugestaltung von Ortsdurchfahrten und Sicherung des Strassennetzes
Über 50 solcher Projekte befinden sich heute in unterschiedlichen Stadien der Planung und Entwicklung. Die Neugestaltung der Kantonsstrasse vor dem Bahnhofplatz in Sitten wurde bereits in Angriff genommen, und an der Ortsdurchfahrt von Vétroz wird bis 2026 weitergebaut. Im Jahr 2025 wurden weitere Umgestaltungen rechtsgültig beschlossen, wie die Neugestaltung der Kantonsstrasse südlich von Muraz, die Sicherung des Tunnels Wandschluichen auf Gebiet der Gemeinde Ferden oder die Sanierung des Bahnübergangs Fenalet in Saint-Gingolph. Weitere Neugestaltungen werden derzeit im Hinblick auf eine öffentliche Auflage im Jahr 2026 geprüft, darunter für die Ortsdurchfahrt von Turtmann, die Ortsdurchfahrt von Massongex oder für die Avenue de la Gare in Sitten.
Langsamverkehr
2025 wurde an den ersten Umsetzungsschritten der kantonalen Strategie «Langsamverkehr 2040» weitergearbeitet. Von den gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden durchgeführten Sektorplanstudien für den Alltagsveloverkehr wurde jene für die Region Monthey (Gemeinden Collombey-Muraz, Massongex, Monthey, St-Maurice, Troistorrents und Vérossaz) fertiggestellt. Ferner wurden 2025 zwei Infrastrukturprojekte für den Langsamverkehr bewilligt, die nun die Asphaltierung des nördlichen Rhonedamms zwischen Sitten (Pont Sainte-Marguerite) und Uvrier (Batassé) ermöglichen. Die laufenden Erneuerungsarbeiten an den Kantonsstrassen boten zudem die Gelegenheit, Veloverkehrsanlagen zu bauen oder zu optimieren. Es wurden auch mehrere Aktionen zur Förderung des Langsamverkehrs durchgeführt («Mobilitätswoche», «Bike-Check») oder finanziell unterstützt (wie die «Pedibus»-Projekte oder die Velokurse von «Pro Velo» VS). Und schliesslich erhielten 29 Gemeinden Subventionen für den Bau von Infrastrukturen für den Alltags- oder Freizeitlangsamverkehr in Höhe von insgesamt über 1.5 Millionen Franken.
Baustellen auf den Kantonsstrassen
Die Dienststelle für Mobilität (DFM) war im Jahr 2025 für die folgenden Grossbaustellen verantwortlich:
Unterwallis:
- Fertigstellung des Tunnels von Les Evouettes und Neugestaltung des Kreisels am Südportal;
- Fahrbahnrestrukturierung und Sanierung einer Mauer in Revereulaz;
- Fortsetzung der Fahrbahnrestrukturierung und des Trottoirbaus innerorts von Bruson;
- Fortsetzung der Fahrbahnrestrukturierung und Verstärkung der Mauern vor der Kehre bei der ARA in Verbier;
- Fortsetzung der Fahrbahnrestrukturierung und des Trottoirbaus zwischen Savoleyre und Nifortsié in Verbier;
- Erste Bauetappe an der gedeckten Galerie in Fregnoley nach den Unwettern von 2024;
- Etappenweise Anbringung von Schutznetzen in Tête Noire (Trient),
- Sanierung des Bahnübergangs in Orsières (in Kooperation mit der TMR),
Mittelwallis:
- Aufnahme der Bauarbeiten zur Änderung der Geometrie des Kreisverkehrs bei Métralie und Cloux-Roussier in Siders;
- Fortsetzung des Umbaus der Kreuzung Etoile in einen Kreisverkehr in Montana;
- Fertigstellung der Fahrbahnkorrektion und des Trottoirbaus am Ortseingang von Hérémence:
- Fortsetzung der Fahrbahnkorrektion auf der Route de la Morge in Plan-Conthey;
- Sicherung der Fussgängerquerung an der Kreuzung Mont d'Orge durch den Bau einer Unterführung.
Oberwallis:
- Fortsetzung des Baus am neuen Veloweg Bitsch – Mörel;
- Fortsetzung der Arbeiten am Galerieprojekt Lüegelti und Schusslaui bei Zermatt, einschliesslich der zusätzlichen Massnahmen, die aufgrund der Unwetter von 2024 erforderlich geworden sind;
- Fertigstellung des Projekts im Dorfzentrum Niedergut in Saas-Balen:
- Beginn der Bauarbeiten am Tunnel Deibfels in Eisten;
- Behebung der durch verschiedene Unwetter verursachten Schäden und Planung einer neuen Kantonsstrasse nach Blatten im Lötschental.
Winterdienst
Alle im kantonalen Winterdienst eingesetzten Maschinen werden durch ein GPS-System überwacht, womit die Verwendung der über 10’600 Tonnen Streusalz, die 2025 gebraucht wurden, optimiert werden konnte.
Öffentlicher Verkehr
Mit dem neuen SBB-Fahrplan vom Dezember 2024 trat die grösste Änderung seit zwanzig Jahren ein. Dabei wurden die Fahrpläne der Regionallinien stark angepasst, um für attraktive Anschlussverbindungen zu sorgen. Es wurden auch Massnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit ergriffen, und der RE-Zug Annemasse – Saint-Maurice fährt neu einmal pro Stunde bis nach Martinach.
Der Ausbau im regionalen Personenverkehr der letzten Jahre im Wallis trägt Früchte. Die Fahrgastzahlen sind seit 2019 um über 15 % gestiegen und erreichten 2024 fast 38.2 Millionen. Noch deutlicher ist der Zuwachs auf bestimmten Linien mit hohem Potenzial, auf denen das Angebot verbessert wurde, wie zum Beispiel:
- Bex – Monthey / Aigle – Vouvry – Villeneuve: + 53 %;
- Sitten – Haute-Nendaz: + 44 %;
- Brig – Iselle: + 53 %;
- Standseilbahn Siders – Montana: + 35 %.
Bergbahnen
Im Jahr 2025 wurden die folgenden touristischen Seilbahnen in Betrieb genommen:
- Seilbahn Grillesses – Le Bâté in Anzère;
- Sessellift Lac des Vaux in Verbier;
- zweite Sektion der Kombibahn Esserts – Planards – Savoleyres in Verbier,
- Achter-Sessellift Riffelberg – Gifthittli in Zermatt.
Der offizielle Antrag des Staatsrats für sieben Projekte für Verbindungen zwischen Talebene und Gebirge wurde im August 2025 beim Bundesamt für Verkehr (BAV) zur Prüfung und Aufnahme in den nächsten STEP-Ausbauschritt eingereicht.
Nach den Murgängen vom Juli 2024 in Sarreyer wurde eine temporäre Seilbahn zur Gewährleistung des öffentlichen Verkehrs errichtet. Die Anlage wurde am 17. Februar 2025 in Betrieb genommen und wird es bis zum Wiederaufbau der Strassenbrücke zwischen Lourtier und Sarreyer bleiben.

Bau der A9 im Oberwallis
Visp West – Visp Ost
Für die Inbetriebnahme der Südröhre des Tunnels Visp wurden im Frühjahr 2025 Tests, Tunnelreinigungen und Ereignisübungen durchgeführt, wofür zeitlich begrenzte Sperrungen erforderlich waren. Am 24. Juni 2025 wurde die 2.7 km lange Südröhre des Tunnels Visp eröffnet. Mit diesem Schritt ist die Südumfahrung Visp komplett fertiggestellt.
Tag der offenen Autobahn auf dem Gedeckten Einschnitt Raron
Am Sonntag, dem 5. Oktober 2025, wurde der Gedeckte Einschnitt Raron (GERA) vor der Verkehrsfreigabe für die Bevölkerung geöffnet. Neben Informationsständen zur Realisierung und zu den ökologischen Ersatzmassnahmen nutzten auch beteiligte Unternehmen die Möglichkeit, ihre Arbeiten und technischen Leistungen vor Ort zu präsentieren.
Gampel/Steg Ost – Visp West
Am 27. Oktober 2025 wurde der 7.6 km lange Autobahnabschnitt zwischen Gampel/Steg und Visp West offiziell eröffnet und für den Verkehr freigegeben. Kernstück ist der 1.46 km lange Gedeckte Einschnitt Raron (GERA), der die Ortsdurchfahrt durch Raron erheblich entlastet. Mit der definitiven Inbetriebnahme des Vollanschlusses Visp West am selben Datum ist die A9 von Gampel/Steg bis Brig durchgehend befahrbar.
Siders Ost – Leuk/Susten Ost
Im Pfynwald standen 2025 vorbereitende Massnahmen im Fokus, welche die spätere Bauausführung in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung ermöglichen. Die archäologischen Untersuchungen beim Pfyngut, die 2024 begannen, dürften sich bis Ende 2026 hinziehen. Damit der gedeckte Einschnitt Gorwetsch realisiert werden kann, wurde in der zweiten Jahreshälfte 2025 damit begonnen, die Erdgas-Hochdruckleitung auf einer Länge von 3.4 km, zwischen dem Kreisel Siders Ost und dem Pfyngut zu versetzten. Bei der Materialbewirtschaftung wurde im Jahr 2025 mit der Ausschreibung Mitte September ein Meilenstein gesetzt. Die Vergabe der Arbeiten für das erste der 4 grösseren Basislose erfolgt im Frühjahr 2026. Die Ausschreibung für die Baupiste Pfyn-Finges erfolgte am 12. Dezember 2025. Die Arbeiten beginnen nach Ostern 2026. Um das erhöhte Verkehrsaufkommen auf der Strasse zwischen Siders und Susten während der Bauarbeiten an der Autobahn A9 im Pfynwald zu bewältigen, wurde am 7. April 2025 mit dem Umbau der beiden Kreisel bei Siders-Ost begonnen.

Gebietseinheit III
Verkehrsbehinderungen auf den Nationalstrassen
Die starken Schneefälle vom 17. April führten zu erheblichen Behinderungen im Nationalstrassennetz. Der Simplonpass war wegen Lawinengefahr eineinhalb Tage lang gesperrt, während die Strasse über den Grossen St. Bernhard nach einer Lawine, welche die Galerie Les Toules beschädigt hatte, sechs Tage lang vollständig gesperrt war. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) griff rasch ein, sodass der Verkehr mit vorübergehend wechselseitiger Führung wieder aufgenommen werden konnte, bevor die Strasse nach achtmonatigen Arbeiten wieder vollständig freigegeben wurde. Auch der Abschnitt Pfynwald war wegen umgestürzter Bäume und Waldschäden länger als ein Taggesperrt. Die Ereignisse störten auch die Stromversorgung, was zu einer vorübergehenden Sperrung des Tunnels Eyholz führte.
Am 19. Mai wurden im Zuge der Evakuierung von Blatten Überwachungs- und Sicherheitsmassnahmen auf der Nationalstrasse N6 ergriffen, darunter die Sperrung der Brücke über die Lonza und die Einrichtung einer Umleitung über Steg.
Am 22. September kam es bei einem Unfall mit einem Tanklastwagen auf der Autobahnkreuzung N21 in Martinach zum Austritt von rund 15'000 Litern Öl. Die Sanierungs- und Überwachungsmassnahmen wurden mit Unterstützung der Dienststelle für Umwelt durchgeführt, wobei das ASTRA die Finanzierung der Massnahmen sicherstellte.
Inbetriebnahme eines neuen Abschnitts
In zwei Etappen, am 24. Juni und am 27. Oktober, wurde der Autobahnabschnitt von Gampel/Steg Ost nach Visp West eröffnet und in Betrieb genommen. Seine Ausstattung mit Tunneln und Galerien stellt hohe Anforderungen an Betrieb und Unterhalt. Die Inbetriebnahme erforderte die Einstellung von zusätzlichem Personal, das vom ASTRA finanziert wird.
Bereitstellung von Dienstleistungen und Managementtools
Die Dienststelle Gebietseinheit III (DGE III) stellte auf Wunsch des ASTRA neue Dienstleistungen bereit, etwa die Bildung eines Spezialteams, das für die regelmässigen Inspektionen der Kunstbauten zuständig ist. Parallel dazu wurde an der Einrichtung von SAP für das Instandhaltungsmanagement der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung weitergearbeitet.
Umwelt und Sicherheit
Im Umweltbereich wurden mit der energetischen Sanierung der Werkhöfe und der Erneuerung der Leichtfahrzeug-Flotte, die nun vollständig elektrisch betrieben wird, weitere Fortschritte gemacht. Auch im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (ASGS) wurde die Umsetzung der Massnahmen fortgeführt.

Recht und Gesetz
Revision des Baurechts
Der Grosse Rat nahm den Entwurf zur Totalrevision des Baugesetzes in der Februarsession 2025 in zweiter Lesung an. Der Entwurf zur Totalrevision der Bauverordnung wurde vom Grossen Rat in der Junisession 2025 genehmigt. Das Inkrafttreten beider Erlasse wurde auf den 1. Januar 2026 festgelegt. Es wurden vier Informationsveranstaltungen für die Gemeindebehörden organisiert, davon zwei für die Gemeinden des Oberwallis. Für die umgeformte kantonale Baukommission wurden neue Mitglieder ernannt.
Dringliches Dekret zur Bewältigung der Folgen der Naturereignisse im Lötschental
In Reaktion auf zwei dringliche Motionen erarbeitete der Staatsrat ein dringliches Dekret zur Bewältigung der Folgen der Naturereignisse, von denen das Lötschental und insbesondere Blatten, im Mai 2025 getroffen worden waren. Das Dekret bezweckt, die Verfahren so weit wie möglich zu vereinfachen und zu beschleunigen, unter gleichzeitiger Wahrung der Rechte Dritter. Es wurde vom Grossen Rat in der Dezembersession verabschiedet und trat unmittelbar in Kraft.
Weitere Gesetzesvorlagen
Die Teilrevision des Strassengesetzes trat am 1. Januar 2025 in Kraft.
Der Vorentwurf zur Revision des kantonalen Umweltschutzgesetzes (kUSG) wurde 2025 in die Vernehmlassung gegeben.
In seiner Sitzung vom 10. Dezember 2025 verabschiedete der Staatsrat die Teilrevision des Reglements über die Gebühren für den Sondergebrauch des öffentlichen Eigentums auf kantonalen Verkehrswegen, an der Rhone und am Genfersee. Es tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.
Kantonales Bausekretariat und Baupolizei (KBS)
Stand 31. Dezember 2025 stieg die Zahl der beim KBS registrierten neuen Baugesuche (alle Zuständigkeiten zusammengenommen) gegenüber 2024 um 392 auf 3439. Darunter befinden sich 256 Dossiers zu Baupolizei-Fällen ausserhalb der Bauzone, bei denen es sich um neue Anzeigen handelt.
| Stand am 31.12.2025 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| Ganzes KBS |
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| |||
| Registrierte Dossiers insgesamt | 4111 | 3719 | 3179 | 3047 | 3439 |
| Baudossiers in kantonaler Kompetenz | 1376 | 1318 | 1201 | 1177 | 1040 |
| Baupolizeiliche Dossiers (kantonale Kompetenz) | 305 | 214 | 179 | 131 | 256 |
| Dossiers in kommunaler Kompetenz | 2430 | 2187 | 1799 | 1739 | 2143 |
| Kreis 1 - Oberwallis |
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| |||
| Registrierte Dossiers insgesamt | 1050 | 903 | 794 | 840 | 800 |
| Baudossiers in kantonaler Kompetenz | 377 | 274 | 288 | 324 | 240 |
| Baupolizeiliche Dossiers (kantonale Kompetenz) | 39 | 18 | 41 | 29 | 31 |
| Dossiers in kommunaler Kompetenz | 634 | 611 | 465 | 487 | 529 |
| Kreis 2 - Mittelwallis |
|
| |||
| Registrierte Dossiers insgesamt | 1415 | 1327 | 1115 | 1048 | 1372 |
| Baudossiers in kantonaler Kompetenz | 489 | 521 | 411 | 395 | 416 |
| Baupolizeiliche Dossiers (kantonale Kompetenz) | 108 | 85 | 66 | 58 | 164 |
| Dossiers in kommunaler Kompetenz | 818 | 721 | 638 | 595 | 792 |
| Kreis 3 - Unterwallis |
|
| |||
| Registrierte Dossiers insgesamt | 1646 | 1489 | 1270 | 1159 | 1267 |
| Baudossiers in kantonaler Kompetenz | 510 | 523 | 502 | 458 | 384 |
| Baupolizeiliche Dossiers (kantonale Kompetenz) | 158 | 111 | 72 | 44 | 61 |
| Dossiers in kommunaler Kompetenz | 978 | 855 | 696 | 657 | 822 |
Programm eConstruction
Seit dem 1. Dezember 2025 verfügen alle Gemeinden des Kantons für die Verwaltung und Bearbeitung von Verfahren des öffentlichen Baurechts über das Programm eConstruction. Die letzten sechzehn Gemeinden werden noch bis Mitte März 2026 begleitet, um deren vollständige Integration sicherzustellen, so wie dies zuvor auch bei den anderen Gemeinden gehandhabt worden war. Gleichzeitig hat sich in der zweiten Pilotphase bestätigt, dass die Schnittstellenbildung zwischen der Plattform eConstruction und den kommunalen Tools machbar ist. Bereits für fünfzehn Gemeinden wurde eine integrierte Konfiguration eingerichtet, und ab 2026 ist die Öffnung für weitere Gemeinden geplant. Im Hinblick auf das Inkrafttreten des revidierten Baugesetzes und seiner Verordnung am 1. Januar 2026 wurden die ersten Anpassungen der Plattform auf dieses Datum hin vorbereitet. Der Produktivbetrieb und der Benutzersupport der Plattform funktionieren für beide Sprachregionen.
Sekretariat der Kantonalen Kommission für Strassensignalisation (SeKKSS)
Im Jahr 2025 betrug die Zahl der neu beim KKSS eingereichten Strassensignalisations- und reklamedossiers 906 (+4.14 % gegenüber 2024). Die Signalisationsdossiers nahmen um 1 Dossier (+0.14 %) zu, die Strassenreklamedossiers um 35 Dossiers (+21.6 %).
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | |
| Kreis 1 – Oberwallis | ||||||
| Signalisationsdossiers | 80 | 83 | 146 | 118 | 161 | 147 |
| Strassenreklamedossiers | 45 | 44 | 46 | 43 | 45 | 48 |
| Kreis 2 – Mittelwallis | ||||||
| Signalisationsdossiers | 275 | 363 | 259 | 311 | 284 | 322 |
| Strassenreklamedossiers | 123 | 79 | 137 | 94 | 81 | 105 |
| Kreis 3 – Unterwallis | ||||||
| Signalisationsdossiers | 264 | 292 | 249 | 298 | 263 | 240 |
| Strassenreklamedossiers | 87 | 60 | 74 | 63 | 36 | 44 |
| Jahrestotal Signalisationsdossiers | 619 | 738 | 654 | 727 | 708 | 709 |
| Jahrestotal Strassenreklamedossiers | 255 | 183 | 257 | 200 | 162 | 197 |
| Jahrestotal | 874 | 921 | 911 | 927 | 870 | 906 |
Bei den Dossiers für Baustellensignalisationen verzeichnete das SeKKSS im gleichen Zeitraum 4152 Gesuche, was einem Rückgang von 41 Dossiers (-0.97 %) gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das SeKKSS hat die Behandlung der Dossiers im Bereich der Strassensignalisation, der Strassenreklamen und der Baustellensignalisation sichergestellt, und zwar mittels seiner Plattform SICHAN.
Bei Strassenbauprojekten oder Genehmigungsverfahren für vertikale oder horizontale Verkehrssignale leistete das Sekretariat der Bevölkerung, den Unternehmen sowie den verschiedenen kantonalen und kommunalen Behörden Hilfe und Unterstützung. In denselben Bereichen nahm es auch eine Überwachungsaufgabe wahr.

Naturgefahren
Ausserordentliche Arbeitsbelastung für die Dienststelle für Naturgefahren
Die Dienststelle für Naturgefahren (DNAGE) war 2025 sowohl durch die Intensität der Ereignisse als auch den Umfang der eingesetzten Ressourcen einer ausserordentlichen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Dabei wurde durch die gleichzeitige Bewältigung mehrerer schwieriger Situationen die Effizienz der angewandten Verfahren unter Beweis gestellt.
Bergsturz von Blatten
Der massive Bergsturz von Blatten stand im Mittelpunkt der Tätigkeit der Dienststelle. Schon ab den ersten Anzeichen für Rutschungen sorgte ihr Personal für eine kontinuierliche technische Überwachung und koordinierten dann – zusammen mit der Gemeinde – die vorsorgliche Evakuierung des Dorfes sowie alle notwendigen Notfallmassnahmen bis zum Einbruch des Winters. Das Ereignis mit seinem Ausmass beschäftigte das Personal der Dienststelle auf Dauer und verdeutlichte die Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung in den gefährdeten Gebieten.
Instabile Lage im Fregnoley
Auch die wiederkehrenden Instabilitäten im Wildbach Fregnoley im Haut Val de Bagnes erforderten eine erhöhte Aufmerksamkeit. Murgänge im Juni führten dazu, dass die seit den Unwettern von 2024 betriebene Baustelle überflutet, die Strasse unterbrochen und eine erneute vorsorgliche Evakuierung angeordnet werden musste. Die Bemühungen zur Sicherung des Gebiets wurden fortgesetzt.
3. Rhonekorrektion
Die DNAGE hat 17 Leitlinien ausgearbeitet, die den Rahmen für die Revision der 3. Rhonekorrektion festlegen. Sie definieren die Grundlagen des Projekts im heutigen Kontext und die Grundprinzipien, die zu befolgen sind, damit die Rhoneebene rasch und effizient vor Überschwemmungen geschützt werden kann. Der Staatsrat hat diese Leitlinien verabschiedet, die das Projekt R3 nach dem integralen Risikomanagement ausrichten.
«Hochwasser Tipps»
Die DNAGE lancierte die Kampagne «Hochwasser Tipps», um auf die Gefahren von Überschwemmungen und deren Folgen aufmerksam zu machen und geeignete Handlungs- und Verhaltensweisen herbeizuführen. Im Rahmen der Präventionsmassnahmen wurde eine Broschüre mit zwölf Kernbotschaften und praktischen Tipps an alle Haushalte des Kantons verteilt.

Raumentwicklung
Kantonaler Richtplan
Nach der Vernehmlassung bei den Gemeinden und den betroffenen Organisationen sowie einer Anhörung der Nachbarkantone, nach der öffentlichen Auflage und einer Vorprüfung durch den Bund, beschloss der Staatsrat den Entwurf zur Teilrevision des kantonalen Richtplans (kRP) und legte ihn dem Grossen Rat zur Verabschiedung vor.
Neue gesetzliche Bestimmungen auf Bundes- oder Kantonsebene, neue kantonale Strategien oder Pläne, vom Bund erteilte Aufträge sowie parlamentarische Vorstösse machten eine kurzfristige Überarbeitung von zwölf Koordinationsblättern des kRP erforderlich. Dazu gehörten die Blätter zu den Arbeitszonen, zu den Zonen für landschaftsprägende geschützte Bauten (Maiensässe), zu den Weiler- und Campingzonen sowie zum Bereich Energie. Die Änderungen dienen unter anderem dazu, dass die Gemeinden ihre Arbeiten an den Gesamtrevisionen ihrer Zonenpläne (ZNP) und kommunalen Bau- und Zonenreglemente (KBZR) abschliessen können, und dass Blockaden bei strategischen Projekten, insbesondere im Energiebereich, vermieden sowie die anwendbaren Verfahren vereinfacht und präzisiert. werden können. Nach der Verabschiedung durch den Grossen Rat wird das Dossier dem Bund zur Genehmigung vorgelegt.
Fruchtfolgeflächen
Die Dienststelle für Raumentwicklung (DRE) hat den Vorsitz der Task Force übernommen, die eine Strategie für die quantitative und qualitative Bewirtschaftung der Fruchtfolgeflächen (FFF) vorschlagen soll.
Kantonales Landschaftskonzept
Die Ausarbeitung des Aktionsplans zur Umsetzung des kantonalen Landschaftskonzepts wurde in Angriff genommen.
Umsetzung auf kommunaler Ebene
Im Rahmen der Umsetzung des RPG, des kRPG und des kRP setzte die DRE ihre Unterstützung der Gemeinden zur Durchführung der Gesamtrevision ihrer Zonennutzungspläne (ZNP) und kommunalen Bau- und Zonenreglemente (KBZR) fort. Zu diesem Zweck veröffentlichte die DRE im Mai 2025 in Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Stellen die aktualisierten Arbeitshilfen und Musterartikel des KBZR sowie Themenblätter, in denen die Anforderungen für die kommunale Planung präzisiert werden.
Ende 2025 verfügten sieben Gemeinden über vom Staatsrat genehmigte ZNP und KBZR, die sowohl dem RPG als auch dem Blatt C.1 «Dimensionierung der Bauzonen für die Wohnnutzung» des kRP entsprechen. Für die ZNP und KBRZ von zwei weiteren Gemeinden ist das Genehmigungsverfahren des Staatsrats noch in Gang.
Von 8 weiteren Gemeinden erhielt die DRE einen Entwurf für die Gesamtrevision ihrer ZNP und KBRZ und gab zu deren 16 eine Vormeinung im Stadium der Vorprüfung (14) oder der Genehmigung (2) ab. Gleichzeitig erhielt die DRE 15 Dossiers für ZNP-/KBZR-Teilrevisionen sowie für Sondernutzungspläne (SNP) und gab dazu 18 Vormeinungen ab.

Umwelt
«Emerging Pollutants» (neu auftretende Schadstoffe)
Der Nachweis von 1,2,4-Triazol in zu hoher Konzentration im Trinkwasser aus dem Genfersee war 2025 eine grosse Herausforderung. Auch wenn das Leitungswasser nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen bedenkenlos getrunken werden kann, verdeutlicht dieser Fall das Ausmass der Probleme, die mit den durch menschliche Aktivitäten in die Umwelt gelangenden Stoffen verbunden sind. Dank wissenschaftlicher Fortschritte können immer mehr Verbindungen nachgewiesen und ihre Toxizität genauer bewertet werden. Doch hinkt man in diesem Bereich oft einen Schritt hinterher. Um diese Herausforderung zu bewältigen, sind Innovationen und dynamische Mittel gefragt. Der Schutz der Gewässer, ihre Überwachung und die Vermeidung von Verschmutzungen an der Quelle sind Aufgaben von höchster Priorität, die ohne die Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren, wie anderen Kantone, dem Bund oder der Internationalen Kommission zum Schutz des Genfersees (CIPEL) nicht zu lösen sind.
Revision des kUSG
Das kantonale Umweltschutzgesetz (kUSG) muss einer Totalrevision unterzogen werden, um es an das Bundesrecht anzupassen und den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Kantons gerecht zu werden. Die Vernehmlassung fand von Juli bis Oktober statt. Mit dem Ziel einer besseren Koordination zwischen öffentlichen und privaten Akteuren muss das revidierte Gesetz neue Themen wie den langfristigen Schutz der Böden, die für die Umwelt und die Landwirtschaft von wesentlicher Bedeutung sind, integrieren. Die Frage der Finanzierung der Altlastensanierung erfordert eine Neudefinition des kantonalen Fonds, um die Risiken für die Gemeinden zu verringern.
Weg des Wassers
Der Kanton Wallis hat einen neuen Themenweg erhalten, den «Weg des Wassers vom Gletscher bis zur Rhone», der vom Sanetschpass zu den Ufern der Rhone führt. Der im August eingeweihte Weg durchquert die Gebiete der Gemeinden Savièse, Conthey und Sitten, die Partner des Projekts sind.

Wald, Natur und Landschaft
Wald
Den Waldeigentümern ist es gelungen, den Bestand eines Grossteils der 1850 Hektar Schutzwald trotz des Schwerschnee-Ereignisses vom 17. April 2025 zu erhalten. Vom Unwetter waren rund zehn Forstreviere im Oberwallis und im Mittelwallis auf der linken Talseite betroffen, wobei fast 140'000 m3 Fallholz anfielen. Neben den Schäden im Wald waren die Forstreviere auch mit der Räumung von Kantons- und Gemeindestrassen, von Stromleitungen, Wasserläufen und Wanderwegen beschäftigt.
Die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Wälder geben Anlass zu grosser Sorge. Es gilt, den Fortbestand ihrer Funktionen angesichts der raschen Veränderung der natürlichen Bedingungen, aber auch angesichts des Wilddrucks, der die Waldverjüngung verhindert, sicherzustellen. Dies ist insbesondere im Oberwallis und auf der rechten Talseite des französischsprachigen Kantonsteils der Fall. Die Anpassung der Schutzwälder durch eine aktive Waldbewirtschaftung, die auf einer den lokalen Bedingungen entsprechenden natürlichen Verjüngung basiert, ist eine Priorität, um den anhaltenden Schutz von Menschen und Gütern auf dem Kantonsgebiet zu gewährleisten.
Natur und Landschaft
Der Grosse Rat hat den regionalen Naturpärken einstimmig seine Unterstützung zugesichert und deren Finanzierung für einen Zeitraum von vier Jahren verlängert.
Das kantonale Landschaftskonzept (kLK) hat mit der Veranstaltung von Workshops, an denen die Gemeinden bei der Ausarbeitung ihres Aktionsplans teilnahmen, einen ersten Schritt getan.
Die Unterstützung der Landwirte bei der Pflege von Biotopen von nationaler Bedeutung wurde durch über zwanzig Einsatzwochen von Zivildienstleistenden, jungen Lernenden oder Asylbewerberinnen und Asylbewerbern verstärkt, die für die Entbuschung von Grünland und die Bekämpfung invasiver Pflanzen aufgeboten wurden. Die Anzahl der Flächen, für die Bewirtschaftungsverträge nach dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) bestehen, nimmt weiter zu.
Die Einführung von Einsatzmannschaften zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Pflanzen zeigt Wirkung und wird von den Gemeinden sehr geschätzt, insbesondere bei der Bekämpfung des Götterbaums.
Die Tigermücke breitet sich weiter aus, wenn auch in begrenztem Umfang, so liegt in drei neuen Gemeinden ein Nachweis oder Verdacht auf eine Ansiedlung vor. Auch über die invasive gebietsfremde Ameise Tapinoma magnum gingen zahlreiche Meldungen ein, nachdem in einem Quartier der Gemeinde Conthey eine grosse Kolonie entdeckt worden war.
Zusammen mit der Stiftung für die nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (FDDM) fand ein viertägiger Diplomlehrgang statt, in dessen Rahmen 33 Landschaftsarchitekten und Gemeindemitarbeiter ein Diplom als «Berater/in für eine biodiversitätsfördernde und klimaresiliente Aussenraumgestaltung» erhielten.

Integrales Wassermanagement
Impulsprogramm für interkommunale Projekte
Obwohl das Wallis über reichlich Wasser verfügt, üben das starke Bevölkerungswachstum und die immer häufiger auftretenden klimatischen Auswirkungen einen zunehmenden Druck auf die Gemeinden aus, ihren Auftrag der Wasserversorgung sicherzustellen.
Die Gemeinden zeigen ein wachsendes Interesse an der gemeinschaftlichen Nutzung ihrer Anlagen oder an der Verknüpfung ihrer Netze. Auf ihren Wunsch hin wurde ein «Impulsprogramm» für interkommunale Projekte ins Leben gerufen, um ihre Zusammenarbeit zu fördern. Dieses Programm, an dem sich fünf Gebiete mit insgesamt 25 Walliser Gemeinden beteiligen, ermöglicht die ersten Analysephasen der Wasserressourcen, ihrer saisonalen Überschüsse und Mangellagen, sowohl für Trinkwasser als auch für landwirtschaftlich, touristisch, industriell und ökologisch genutztes Wasser. Diese Fakten und Zahlen erleichtern die Arbeit der politischen Entscheidungsträger und Wasserversorger erheblich. Die verwendeten Methoden werden getestet und anderen Gemeinden zur Verfügung gestellt, die sich an diesem interkommunalen Wasserprojekt beteiligen möchten.
Studie zum Potenzial der Wiederverwendung von turbiniertem Wasser
Eine sehr ausführliche Studie zum Potenzial der Wiederverwendung von turbiniertem Wasser wurde veröffentlicht und den Akteurinnen und Akteuren im Wallis zur Verfügung gestellt. Sie zeigt neue Möglichkeiten auf, insbesondere für Gemeinden in der Talebene.
Neue Massnahmen in Vorbereitung
Zahlreiche Massnahmen, die 2014 im Rahmen der kantonalen Wasserstrategie beschlossen wurden, sind umgesetzt worden. Derzeit werden von der Arbeitsgruppe Wasserstrategie neue Massnahmen definiert und gleichzeitig eine Anpassung der Strategie vorgenommen. Diese Massnahmen, die sich quer durch die verschiedenen Dienststellen des Kantons ziehen, werden Instrumente liefern, um die Gemeinden und Wassernutzer besser zu unterstützen.
