Den Gefahren vorbeugen und die Sicherheit gewährleisten

Kontext

Unsere moderne Gesellschaft ist insbesondere im Bereich der Cybersicherheit und der Stromversorgung zunehmend technischen Risiken ausgesetzt. Überdies ist unser Kanton aufgrund seiner Topografie weiterhin zahlreichen Naturgefahren wie Unwettern, Bodeninstabilitäten und Erdbeben ausgesetzt. Der Klimawandel wirkt sich auch zunehmend auf unsere Umwelt aus und führt dazu, dass weitere Naturgefahren wie Hitzewellen oder Waldbrände vermehrt auftreten. Unter den gesellschaftlichen Risiken sind in Sachen Häufigkeit und Schadenspotenzial insbesondere Epidemien und Pandemien hervorzuheben. Hinzu kommt der wachsende Migrationsdruck aufgrund der geopolitischen Situation auf dem europäischen Kontinent und in den Nachbarländern.

Vision

Das Wallis ist ein sicherer Kanton. Er gewährleistet ein hohes Sicherheitsniveau für Personen und Güter.

In Zusammenarbeit mit dem Bund verstärkt er die Anstrengungen im Bereich der Identifizierung, Analyse, Überwachung und Prävention der Risiken natürlichen, gesellschaftlichen oder technischen Ursprungs. Er schützt die Bevölkerung und reduziert die Risiken und Folgen von identifizierten Gefahren und Störfällen so gut wie möglich. Er verbessert seine Resilienz, um jederzeit einen minimalen öffentlichen Dienst aufrechterhalten zu können.

Der Kanton berücksichtigt und antizipiert die Auswirkungen des Klimawandels auf das Kantonsgebiet und die Bevölkerung.

Prioritäre Massnahmen und Projekte

  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der Kantonspolizei und den Gemeindepolizeien, um die Entwicklung der Risiken und die neuen Anforderungen im Bereich der Ausbildung der Polizeikräfte effizient bewältigen zu können
  • Zusammenlegung sämtlicher Einsatzkräfte unter einem Dach: Polizei – Feuerwehr – Rettungswesen – internationale Notfälle
  • Weiterverfolgung der Umsetzung des Konzepts «Vorbereitung und Intervention im Falle von Erdbeben» (COCPITT)
  • Integriertes und koordiniertes Management bei der Bekämpfung von Naturgefahren, insbesondere von Hochwasser, und Fortführung der 3. Rhonekorrektion
  • Weiterführung der Umsetzung der Strafvollzugsstrategie 2030, insbesondere mit der Erweiterung des Massnahmenzentrums Pramont und der Schaffung eines Zentrums für therapeutische Massnahmen im geschlossenen Vollzug 
  • Fortsetzung der Präventionsanstrengungen im Bereich der Cybersicherheit, insbesondere im Rahmen der Schulung der kommunalen und regionalen Führungsstäbe 
  • Anpassung der kantonalen und kommunalen Organisationen im Bereich des Brand- und Bevölkerungsschutzes 
  • Aufrechterhaltung der Schutzfunktion des Waldes gegen Naturgefahren 
  • Schaffung einer Gesetzesgrundlage für den Umgang mit den Folgen von Naturkatastrophen 

Statistische Indikatoren