Den Sozialen Zusammenhalt und das Wohlbefinder der Bevölkerung bewahren

Kontext

Struktur, Zusammensetzung und territoriale Aufteilung (Tal/Berg, Ober-/Unterwallis) der Walliser Bevölkerung befinden sich im Wandel. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen bringen eine Vielzahl von Lebensweisen und Wertvorstellungen hervor. Sie üben einen gewissen Druck auf die Chancengleichheit und die Einkommensverteilung aus, schüren Ängste und können den gesellschaftlichen und kantonalen Zusammenhalt auf eine harte Probe stellen.

Das Wallis ist in Sachen Pro-Kopf-Einkommen und Index des sozialen Status  klar im Hintertreffen und weist im nationalen Vergleich eine überdurchschnittliche Einkommensungleichheit auf. Einelternhaushalte oder Haushalte, die aus einer einzigen Person oder einer einzigen erwachsenen Frau bestehen, wie auch Personen über 65 Jahre sind besonders einkommensschwach.

Die Leerwohnungsziffer sinkt rapide, was mit einem Anstieg der Mieten einhergeht. Die Wohnkosten lasten immer schwerer auf dem Budget der Haushalte, insbesondere jene der unteren Mittelschicht oder mit bescheidenem Einkommen. Infolge der Einstellung der eidgenössischen und kantonalen Subventionen am 1. Juli 2023 haben die Gesuche bei Wohnhilfeorganisationen zugenommen.

Die Gesundheitskosten steigen im Wallis wie auch in der restlichen Schweiz weiter an und setzen die Haushalte und das gesamte Gesundheitssystem unter Druck.

La structure, la composition ainsi que la répartition territoriale (plaine-montagne, Haut/Bas-Valais) de la population valaisanne changent. Les mutations économiques et sociales favorisent l’émergence d’une pluralité de modes de vie et de valeurs. Elles exercent une pression sur l’égalité des chances et de la distribution des revenus, génèrent des peurs, et peuvent mettre à rude épreuve la cohésion sociale et la cohésion cantonale.

En Valais, le revenu par habitant et l’indice de statut social  sont nettement à la traîne et l’inégalité de la répartition des revenus élevée en comparaison nationale. Les ménages monoparentaux, ceux composés d’une seule personne ou d’une seule femme adulte, de même que les personnes de plus de 65 ans, disposent de revenus moins élevés.

Le nombre de logements est en forte diminution et s'accompagne d'une hausse des loyers. La charge financière consacrée au logement pèse de plus en plus sur les ménages, en particulier ceux de la classe moyenne inférieure et en situation précaire. Face à l'interruption des subventions fédérales et cantonales intervenue au 1er juillet 2023, les demandes auprès des organismes d’aide au logement ont augmenté.

Les coûts de la santé continuent de croître en Valais tout comme en Suisse, mettant sous pression les ménages et le système de soins dans son ensemble.

Vision

Der Kanton Wallis bewahrt den Zusammenhalt zwischen den Regionen (Tal/Berg, Ober-/Unterwallis), den Generationen und den verschiedenen kulturellen und sozialen Bevölkerungsschichten.

Er fördert die Integration und das Zugehörigkeitsgefühl zur Walliser Gesellschaft durch flächendeckende Initiativen, insbesondere indem er die kulturelle Vielfalt fördert, jede Form der Diskriminierung bekämpft, die Zweisprachigkeit und den Austausch zwischen den beiden Sprachregionen stärkt sowie Sport und Kultur als Vektoren der Integration und der nachhaltigen Entwicklung unterstützt.

Der Kanton bekämpft die Armut aktiv und führt ein diesbezügliches Monitoring durch. Er betreibt eine proaktive und koordinierte Wohnraumförderungspolitik.

Der Kanton gewährleistet die Qualität der Gesundheitsversorgung und deren Zugänglichkeit. Er fördert die medizinische Nahversorgung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden (Bereitschaftspraxen). Er stärkt die Koordination des Versorgungsangebots sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsfachleuten. Er sorgt für moderne Spitalinfrastrukturen im Einklang mit der technologischen Entwicklung und den Behandlungsmethoden. Er garantiert den Zugang zur Gesundheitsversorgung für die gesamte Bevölkerung und setzt sich für eine Stabilisierung der Gesundheitskosten ein. Die Gesundheitsvorsorge wird verstärkt, insbesondere in der Schule und durch die Förderung von Sport. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich wird fortgesetzt.

Die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen wird verstärkt. Die Finanzierung der Walliser Gesundheitseinrichtungen wird angepasst. Für Menschen mit Behinderungen werden würdige Lebensbedingungen gewährleistet, die ihre Autonomie begünstigen. Das sozialmedizinische Netzwerk im Wallis gewährleistet eine angemessene Betreuung für Menschen in prekären Verhältnissen.

Prioritäre Massnahmen und Projekte

  • Stärkung der sozialen und vor allem beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten, die dauerhaft in der Schweiz bleiben, durch die Umsetzung der Integrationsagenda Schweiz (IAS), insbesondere durch den Ausbau der Sprachkurse
  • Stärkung der Sozialpartnerschaft und des Kollektivrechts, insbesondere durch den Erlass von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) im Sozial- und Gesundheitsbereich und die Prüfung der Ausweitung des Kontrollinstruments «eBadges»
  • Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention und des Gesetzes über die Rechte und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen (GRIMB) durch die Entwicklung eines Instruments zur Bedarfsermittlung, die Ausarbeitung eines Plans zur beruflichen Inklusion und die Einführung eines Dispositivs zur koordinierten Begleitung von Erwachsenen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
  • Gewährleistung einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in Führungspositionen der Verwaltung und der vom Kanton unterstützten Organisationen, Förderung der Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor und Kontrolle der Lohngleichheit in Organisationen, die öffentliche Gelder erhalten haben
  • Unterstützung bei der Realisierung von Sportinfrastrukturen von kantonalem/nationalem Interesse durch die Umsetzung des Sportgesetzes
  • Beibehaltung einer Steuerpolitik, welche die Kaufkraft der Steuerpflichtigen stärkt
  • Festlegung und Umsetzung einer departemensübergreifenden Wohnraumförderungspolitik 
  • Ausbau der Sozialpolitik und der Massnahmen zur Erleichterung der Inanspruchnahme von Sozialleistungen und Fortführung von gezielten Kontrollen in diesem Bereich 
  • Ausarbeitung und Umsetzung einer kantonalen Suchtstrategie 
  • Verstärkung des Kampfs gegen häusliche, sexistische und sexuelle Gewalt sowie gegen jede Form von Diskriminierung 
  • Förderung der Integration von ausländischen Personen durch die Umsetzung des kantonalen Integrationsprogramms (KIP) und die Bekämpfung von Diskriminierung über die Beratungsstelle gegen Rassismus 
  • Fortführung und Verstärkung der Unterstützung für Musik-, Theater-, Tanz- und Zirkusschulen 

Statistische Indikatoren