
Die Mobilität verbessern
Kontext
Die Infrastrukturen und insbesondere die Mobilitäts- und Transportmittel sind für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Kantons sowie für seine Attraktivität und Anbindung an die übrigen Regionen von entscheidender Bedeutung.
Sie bilden die Grundlage für die staatlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten.
Das Bevölkerungswachstum, die gesellschaftlichen Veränderungen, die wirtschaftliche Entwicklung, der technologische Fortschritt und die Globalisierung werden die Mobilitäts- und Transportinfrastrukturen sowie die öffentlichen Finanzen weiterhin auf eine harte Probe stellen. Zudem sind die sektoriellen Ziele der Klimapolitik im Bereich Verkehr des Bundes und des Kantons zu berücksichtigen. Der Personenverkehr dürfte in den nächsten 25 Jahren um rund ein Viertel und der Güterverkehr um mehr als ein Drittel zunehmen.
Vision
Der Kanton Wallis verfügt über ein effizientes Verkehrsnetz, das an die Bedürfnisse seiner Bevölkerung und die Mobilitätsanforderungen der Zukunft angepasst ist und den Langsamverkehr berücksichtigt.
Er setzt sich dafür ein, dass sich der Regionalverkehr im Einklang mit der Bevölkerungsentwicklung und deren Bedürfnissen weiterentwickelt.
Er verbessert die multimodale Mobilität der Bevölkerung und den Gütertransport auf dem gesamten Kantonsgebiet. Er sorgt für die Integration des Wallis im nationalen und internationalen Eisenbahn- und Luftverkehrsnetz.
Mobilität und Raumplanung werden koordiniert geplant.
Eine qualitative und quantitative Verbesserung der Mobilität wird unter Berücksichtigung der Sicherheit, der Wirtschaftlichkeit, der Gesundheit und der Umweltverträglichkeit bewerkstelligt.
Vor diesem Hintergrund werden die Infrastrukturen des Langsamverkehrs zugunsten der Einheimischen und der Touristen angepasst. Die Strasseninfrastrukturen werden unterhalten, fertiggestellt und optimiert. Die Entwicklung der Antriebs- und Lenkungstechnologien der Fahrzeuge wird antizipiert und der Güterumschlag Strasse-Schiene optimiert.
Der Kanton sorgt dafür, dass Infrastrukturen für Personen mit eingeschränkter Mobilität barrierefrei zugänglich sind.
Prioritäre Massnahmen und Projekte
- Aktualisierung des kantonalen Mobilitätskonzepts 2040 mit folgenden Schwerpunkten: Anpassung und Unterhalt des bestehenden Strassennetzes, Fertigstellung der Autobahn A9 im Oberwallis, Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots, Integration der Strategie Langsamverkehr 2040 und der diesbezüglichen gesetzlichen Grundlagen, Resilienz gegenüber Unwettern und Naturgefahren
- Zweckmässigkeitsanalysen:
- Sanierung oder Bau von Bahnverbindungen (Genfersee-Südufer, Multifunktionstunnel an der Grimsel)
- Schwebe- oder Standseilbahnverbindungen zwischen Tal und Berg
- Anschluss von Monthey an die Simplonlinie bis 2045 im Rahmen des nächsten Ausbauschritts STEP 204X
- Bau eines dritten Gleises zwischen Visp und Brig, um die Transportkapazitäten zu erhöhen
- Verlängerung der RegioExpress-Züge bis Sitten, einschliesslich der Anpassung der Bahnhöfe von Riddes und Châteauneuf-Conthey (STEP 204x) - Fertigstellung der Autobahn A9 mit den noch fehlenden Abschnitten zwischen Siders Ost und Brig-Glis und Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen Nationalstrassennetzes
- Wiederaufbau der Kantonsstrassen in Blatten und Lourtier
Statistische Indikatoren
8. Im Wallis einfacher unterwegs sein
Das Wallis hat ein gutes Verkehrs-Netz.
Dazu gehören die Strassen für die Autos, die Postauto-Linien und die Züge.
- Es fördert den Langsam-Verkehr.
Langsam-Verkehr ist, wenn jemand zu Fuss geht oder das Velo, den Bus oder den Zug nimmt.
So schützt das Wallis die Natur. - Das Wallis will, dass die Strassen, die Busse und Züge und alle Gebäude für die Menschen einfach zu benutzen sind.