EDITORIAL

Chères collaboratrices, chers collaborateurs,

Une administration ne se limite pas à gérer des dossiers derrière un bureau : elle s’engage sur le terrain, là où se jouent les défis de notre société. Cette nouvelle édition du Vis-à-vis en est le reflet.

Au Simplon, face au scarabée japonais, nos équipes ne baissent pas les bras. Grâce à l’engagement de collaboratrices et collaborateurs comme Fabienne Ruff, elles collectent et transmettent des données essentielles pour comprendre et contenir ce fléau.

Dans un autre domaine, Maxime Beaumont, délégué à la protection des données, veille à ce que nous gardions la maîtrise de nos informations. Ses conseils rappellent que le numérique est à la fois une responsabilité collective et individuelle.

A l’école, Pascal Knubel, inspecteur scolaire, incarne une administration au contact des personnes et des réalités. Ni juge ni contrôleur, il accompagne et conseille. L’écoute et la transmission sont ici au cœur de l’action publique.

Enfin, dans une salle de classe comme sur une scène, Damien Luy nous rappelle que transmettre, c’est aussi inspirer. Enseignant, chef de chœur et musicien, il fédère, accompagne et suscite l’engagement des jeunes, aussi bien dans sa vie professionnelle que sur son temps libre.

Qu’il s’agisse de lutter contre un insecte invasif, de protéger nos données, d’accompagner les enseignants ou de transmettre par la musique, un même fil conducteur relie ces actions : celui d’une administration engagée, proche des réalités et au service de l’intérêt public.

Nous vous souhaitons une excellente lecture.

 

La rédaction

Chancellerie d’Etat – Information

Logo du vis-a-vis Ausgabe 2 - 2026

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eine moderne Verwaltung reagiert nicht nur auf gesellschaftliche Entwicklungen – sie gestaltet diese aktiv mit, erkennt Veränderungen frühzeitig und integriert sie in ihren Alltag. Die neue Ausgabe von Vis-à-vis zeigt dies anhand verschiedener Beispiele.

Bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt markiert die Digitalisierung der eingehenden Post einen wichtigen Schritt. Papierpost wird zunehmend durch elektronische Prozesse ersetzt. Dieses Pilotprojekt steht sinnbildlich für eine Verwaltung, die ihre Abläufe modernisiert, Innovationen fördert und die Digitalisierung gezielt für mehr Effizienz nutzt.

Fortschritt bedeutet jedoch auch Verantwortung. Mit ihrer ersten Kampagne zur digitalen Nachhaltigkeit macht der Staat Wallis darauf aufmerksam, dass auch unser digitales Verhalten Auswirkungen hat. Indem die Mitarbeitenden eingeladen werden, ihre E-Mails zu sortieren und ihre Postfächer zu entlasten, verbindet die Verwaltung moderne Arbeitsweisen mit verantwortungsbewusstem Handeln.

Eine zeitgemässe Verwaltung stärkt zugleich ihre Attraktivität für jüngere Generationen – ein wichtiger Faktor für die Sicherung des Nachwuchses. Deshalb kommt der Berufsbildung eine zentrale Bedeutung zu. Der Staat Wallis setzt dabei auf eine qualitativ hochwertige Betreuung und auf Ausbildungsangebote, die den Lebensrealitäten junger Menschen entsprechen.

Mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten bedeutet auch, den Mitarbeitenden Gestaltungsspielraum am Arbeitsplatz zu bieten. Licht, Einrichtung oder Pflanzen: Bereits kleine Anpassungen können das Wohlbefinden, die Konzentration und die Motivation im Büroalltag fördern.

Digitalisierung der Post, verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien, Nachwuchsförderung oder Arbeitsplatzgestaltung – all diese Themen finden Sie in der neuen Ausgabe von Vis-à-vis. Sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: die kantonale Verwaltung zeitgemäss weiterzuentwickeln, um den Erwartungen der Bevölkerung bestmöglich gerecht zu werden.

 

Die Redaktion wünscht Ihnen eine angenehme Lektüre.

Staatskanzlei – Information

 

Reportage

Ella Maillart: Ein neues Kollegium erwacht zum Leben

Wenige Tage vor dem Schulbeginn durften wir einen ersten Blick in das neue Kollegium in Sitten werfen, das den Namen der Abenteurerin Ella Maillart trägt. Hinter der schlichten, lichtdurchfluteten Architektur steckt ein Projekt, das über fast zehn Jahre hinweg gewachsen ist. Entstanden ist ein Ort, der Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen einen Raum zum Lernen, für Begegnungen und Weltoffenheit bietet.

 

Bildnachweis Titelbild und Innenbanner © PRISM Studio

Unsere Infos

Im Rampenlicht

unsere Berufe

In der Haut von...

Tamas Marchis

In den frühen Morgenstunden bereitet Tamas Marchis in der Käserei des Landwirtschaftszentrums Oberwallis in Visp weit mehr als nur Käse zu: Seit vier Jahren arbeitet er daran, andere Geschmacksrichtungen bekannt zu machen – in einer Region, die meistens auf Raclette und Fondue reduziert wird. Eine Leidenschaft, die sich auszahlt: Bereits hat er Gold und den Prix d'Excellence für seinen Schafkäse mit sieben Blumen gewonnen, und diesen Herbst wird er sich im Swiss Cheese Awards und anschliessend bei den World Cheese Awards mit den besten Käsern der Welt messen. Von der Morgendämmerung im Produktionsraum bis zum Reifekeller haben wir den Käser begleitet, für den die Leidenschaft über allem steht.

Wissenswert

Ratschlag

Conseil - Generationen im Arbeitsleben

Vom Auszubildenden bis zum Mitarbeiter, der kurz vor der Pensionierung steht – in einer einzigen Dienststelle des Kantons Wallis können bis zu vier Generationen zusammenarbeiten. Wie gelingt die Zusammenarbeit, ohne dass Unterschiede zu Problemen werden? Diese Frage, die insbesondere im Rahmen der internen Weiterbildung «(Co)gestion des différentes générations» behandelt wird, hat uns dazu veranlasst, die Sichtweise von Christophe Genoud einzuholen. Christophe Genoud, Experte für Public Management, und Andreas Maier, Unternehmer und Associate Partner bei Avenir Consulting SA, messen den generationsbedingten Unterschieden nicht unbedingt dieselbe Bedeutung bei. Im Wesentlichen stimmen sie jedoch überein, nämlich, dass es vor allem darum geht, Vorurteile hinter sich zu lassen, Erwartungen klar zu formulieren und Wissen weiterzugeben.

Unsere Leidenschaften

Portrait

Stéphanie Rey

Stéphanie Rey, agrartechnische Mitarbeiterin bei der Dienststelle für Landwirtschaft, war schon immer gerne in der Natur unterwegs. Als ihre Mutter sie mit fünfzehn fragte, was sie später einmal werden wolle, antwortete sie: «Ich weiss es nicht, aber eines ist sicher: Ich möchte draussen sein.» Dass sie später den Weg zur Wanderleiterin einschlug, überrascht deshalb kaum. Für unser Gespräch folgen wir der Biologin in den Wald von Planeige oberhalb von Arbaz.

Zeitreise

Unsere Region

Zu Besuch

Zu Besuch in Erschmatt mit Sandro Steiner

Erschmatt ist keine noble Skidestination, hier gibt es keinen Massentourismus, und man sieht das Dorf nicht einmal von der Rhoneebene aus. Gerade deshalb ist es ein kleines Paradies – eine Einladung zum Entschleunigen und ein idealer Ausgleich zum Berufsalltag. So sieht es zumindest Sandro Steiner, Adjunkt bei der Dienststelle für Unterrichtswesen und glücklicher Einwohner des Roggendorfes im Bezirk Leuk Er hat sich Zeit genommen, uns in seiner Heimat zu empfangen und durchs Dorf zu führen – ein Dorf, in dem sich erstaunlich viel um Steine dreht. Den Anfang macht der älteste Erschmatter überhaupt: der «Hügustei».