Corinna Bille (1912-1979)

Wir mögen manchmal vielleicht etwas seltsam erscheinen. Doch ich denke, dass viele Frauen Poetinnen sind, ohne es zu wissen. Sie drücken sich ganz einfach nicht aus.

Illustration : Pauline Berger    /  Lesung : Barbara Terpoorten

Citation

Porträt

Ich wurde am 29. August 1912 als Stéphanie Bille geboren, doch man kennt mich als Corinna – eine Hommage an das Heimatdorf Corin meiner Mutter. Unter dem starken Einfluss meines Vaters, Edmond Bille, ein renommierter Maler, wurde ich schon ganz früh in die Welt der Künste eingeführt. Das widerspiegelt sich auch in all meinen literarischen Werken. Ich habe zuerst in Luzern und Siders und schliesslich an der ETH Zürich studiert. Nach meinem Studienabschluss habe ich die Welt bereist und nach ein paar Jahren in Paris meine erste Gedichtsammlung, "Printemps (1939)", veröffentlicht. Es folgten mein erster Roman, "Théoda (1944)", und eine Reihe von Novellen. Die Feder hat mich weit gebracht, ins Zentrum der Schweizer Literatur und darüber hinaus. 1974 habe ich den Schillerpreis, den ältesten Schweizer Literaturpreis, erhalten. Im Folgejahr gewann ich mit La demoiselle sauvage den Prix Goncourt für Kurzgeschichten, was mir internationales Ansehen verschaffte.

 

Auswahl von Werken

BILLE Corinna, Théoda (1944)

BILLE Corinna, Le sabot de Vénus (1952)

BILLE Corinna, La demoiselle sauvage (1974)

Weiterführende Informationen

HUG Nathalie, «Corinna Bille: nul n’est prophète en son pays», La Tribune de Genève, 17.01.2024. Online: <https://www.tdg.ch/litterature-romande-corinna-bille-nul-nest-prophete-en-son-pays-554308136243>, Stand: 11.11.2025.

o. A., «Bille Stéphanie Corinna», Mediathek Wallis, <https://www.mediatheque.ch/de/bille-stephanie-corinna-610.html> o. D., Stand: 11.11.2025.

Bille Corinna, Corinna et le Valais, im Gespräch mit Boris Acquaro, Radio Télévision Suisse (RTS), 1961. Online:

 https://www.rts.ch/archives/1961/video/corinna-et-le-valais26392324.html, Stand: 28.11.2025.

 

Fachgebiet Kultur

Periode 20. Jahrhundert

 

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