Der Sündenfall in gefiederter Version. Mosaik. Garten des Château Le Paradou in Siders. Anfang 20. Jahrhundert.

OASEN

Die 23. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz findet am 10. und 11. September 2016 zum Thema «Oasen» statt.

Die Europäischen Tage des Denkmals schliessen sich 2016 dem «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen» an und rücken schützenswerte Entspannungsorte aller Art ins Scheinwerferlicht.

Das Walliser Programm führt durch Parkanlagen, Berghotels, Wälder, geheime Gärten, Land Art, jahrhundertealte Wiesenlandschaften und andere Ruheorte in privatem und öffentlichem Besitz – vom Genfersee bis zum Binntal.

 

Die Führungen zeigen die enge Verbindung, welche zwischen einem Baudenkmal und dessen natürlicher Umgebung besteht. Gleich wie die Pflanzenwelt eine ortsgebundene «Kultur» gedeihen lässt, indem sie sich je nach topographischen, klimatischen und ökologischen Gegebenheiten entwickelt, bleibt das historische Erbe Zeuge des natürlichen und soziologischen Umfelds, in dem es entstanden ist und sich weiterentwickelt hat.

Die Erweiterung des Blickes über das Denkmal hinaus auf seine Umgebung, enthüllt Wesentliches über seine Zugehörigkeit zu einem erweiterten Raum. Diesen gilt es zu berücksichtigen, will man den vollumfänglichen Wert eines Baudenkmals ermessen. Diese Gesamtsichtweise folgt dem Konzept der «Archäodiversität», welches neulich im Rahmen des Projekts «Mémoire21 Valais-Wallis» (Bestandesaufnahme archäologisches und bauliches Erbe im Wallis) entwickelt wurde.