Meinen Konsum überdenken? Warum?

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Um den Konsum zu senken...

Die heutige Produktionsweise, die sehr günstigen Preise sowie die hohe Kaufkraft der Bevölkerung begünstigen unter anderem einen übermässigen Konsum.

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Um weniger wegzuwerfen...

In Wallis belief sich im Jahr 2024 die pro Kopf entsorgte Menge Siedlungsabfall auf 504 kg.

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Um Abfall besser zu trennen...

Eine unsorgfältige Trennung behindert eine effiziente Verwertung, ob thermisch (Verbrennung zur Energiegewinnung) oder stofflich (Rückführung der Materialien in den Stoffkreislauf).

Was ist die lösung?

Wenn wir heute eine Sache haben wollen, kaufen wir sie sehr oft neu, benutzen sie – manchmal auch nur selten, wie bestimmte Werkzeuge zum Beispiel – und werfen sie dann weg, sobald sie uns nicht mehr nützlich ist, weil sie beschädigt, veraltet oder defekt ist, manchmal aber auch, obwohl sie noch funktioniert. Dieses Konsumverhalten veranschaulicht das, was man als lineare Wirtschaft bezeichnet: ein Modell, das einer Zeitachse folgt, mit einem Anfang und einem Ende. Es ist das heutzutage am weitesten verbreitete Wirtschaftsmodell.

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Stellen wir uns ein anderes Konsumverhalten vor: Wir kaufen nur das, was wir wirklich brauchen, bevorzugen Sachen aus zweiter Hand und gebrauchen diese dann so lange wie möglich. Wenn sie uns nicht mehr nützlich, defekt oder abgenutzt sind, können wir sie weiterverkaufen, reparieren oder recyceln. Besser noch wäre es, man würde sich, noch bevor man ein Produkt entwickelt, überlegen, was daraus werden soll und wie es so lange wie möglich funktionstüchtig bleiben kann. Das ist das Prinzip der Kreislaufwirtschaft: ein nachhaltiges Modell, das nicht linear verläuft, sondern eine Endlosschleife bildet, in der jedes Produkt ein neues Leben bekommt. So können Produkte wieder in den Konsumkreislauf zurückgeführt werden, ohne automatisch im Müll zu landen.

Und wie mache ich das konkret?