Medienmitteilung

Neues vom Burghügel Valeria in Sitten

17/12/2020 | Dienststelle für Kultur

Bei der Restaurierung des Innenraums der Basilika hat eine neue Phase begonnen. Nach Abschluss der Arbeiten im Chorraum wurden diese ins Schiff verlegt. Nachdem er lange Zeit geschlossen war, ist der wunderbar restaurierte Chorraum, gemäss den sanitären Bestimmungen, wieder für Gottesdienste und Besucher zugänglich. Es gibt aber noch Weiteres zu entdecken: die Eröffnung der ebenfalls restaurierten ehemaligen Mühle von Valeria sowie die Aufwertung, im Rahmen eines internationalen Projekts über das handwerkliche Können und den Umlauf von Vorlagen im Mittelalter, der liturgischen Truhen der Basilika.

Die Restaurierungsarbeiten an der Burgkirche Valeria stehen für 30 Jahre Arbeit, welche dieses aussergewöhnliche Erbe zur Geltung bringen sollen. Nach der Sanierung der Dächer (1987–1991), der Fassaden (1992–2014) und des Chorraums (2017–2020) der Basilika Notre-Dame de Valère in Sitten, werden die Restaurierungsarbeiten bis 2022 im Schiff fortgesetzt.

Den mittelalterlichen Zierrat wiederentdecken
Ein massgeblicher Teil der Arbeiten im Innenraum der Basilika besteht darin, das mittelalterliche Dekor, das den gesamten Innenraum der Kirche durchzieht, wieder ans Licht zu bringen. Da die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten im Chorraum nun abgeschlossen sind, können die Besucher die restaurierte Ausstattung hier bereits sehen und sich ein Bild der bevorstehenden Arbeiten im Schiff machen, welche der mittelalterlichen Kirche ihre Einheit von Architektur und Ausstattung so zurückgeben, wie sie die gotischen Baumeister vorgesehen hatten.

Aufwertung der Mühle von Valeria
Die Existenz einer direkt an die Basilika anliegenden alten Mühle lässt sich durch die Funktion der Kirche als letzter Zufluchtsort im Falle eines Konflikts erklären. Man muss die Mühle im Zusammenhang mit der Zisterne am Kircheneingang sehen, die das Wasser des Kirchendachs sammelt sowie den Kornspeichern, die sich unter der Sakristei befanden und ebenfalls nur durch das Schiff zugänglich waren. Der restaurierte, aufgewertete Mühlenraum wird im Rahmen der Führungen durch die Basilika wieder zugänglich sein.

Aufwertung der liturgischen Truhen der Basilika Die Museen aus Frankreich, Italien und der Schweiz, die das Netzwerk für mittelalterliche Kunst im Alpenraum bilden, präsentieren ein gemeinsames Projekt zum handwerklichen Können und den Umlauf von Vorlagen im Mittelalter, in der Form individueller Ausstellungen und einer zusammenfassenden Publikation. Im Geschichtsmuseum Wallis beleuchtet ein neuer Rundgang zu den berühmten mittelalterlichen Truhen diese einzigartige Sammlung aus der Perspektive des Kunsthandwerks.