Erhöhung der Moiry-Staumauer
Die Konzessionsgemeinden haben der Erhöhung des Staudamms des Lac de Moiry grundsätzlich zugestimmt. Die Mauer soll um 9 Meter erhöht werden.
Der Staudamm von Moiry liegt auf 2250 Metern über Meer und ist mit 148 Metern der fünfthöchste in der Westschweiz. Das zwischen 1954 und 1958 errichtete Bauwerk trug massgeblich zur Entwicklung des Val d'Anniviers bei, da im Zuge des Projekts die Zufahrtswege ab Siders ausgebaut wurden. Das Schmelzwasser des Moiry-Gletschers, das früher in die Gougra floss, wird heute von der Staumauer zurückgehalten und weiter unten im Tal zur Stromerzeugung genutzt.
Seit 2020 wird über die Erhöhung des Staudamms diskutiert. Nach der definitiven Zustimmung der Konzessionsgemeinden Anniviers, Chippis, Chalais, Ergisch, Turtmann-Unterems und Oberems könnten die Bauarbeiten aufgenommen werden. Letztere werden voraussichtlich vier Jahre dauern.
Gründe für die Staumauer-Erhöhung
Eine grössere Speicherkapazität ermöglicht es, die Wasserressourcen bei klimabedingten Schwankungen, etwa bei sinkenden Abflussmengen der Flüsse im Sommer und zunehmend unregelmässigen Niederschlägen, besser zu verwalten.
Im Anschluss an einen Runden Tisch zur Wasserkraft haben Bund, Kantone und verschiedene Akteure des Energiesektors dringliche Massnahmen beschlossen, um die Stromversorgung im Winter in der Schweiz zu sichern. Im Wallis sollen demnach fünf Staudämme erhöht werden: Griessee, Mattmark, Les Toules, Emosson und Moiry.
Vorgesehenes Budget
Die Kosten für die Erhöhung der Mauer belaufen sich auf 120 Millionen Franken. 60 Prozent davon übernimmt der Bund. Die restlichen Kosten in Höhe von 48 Millionen Franken trägt der derzeitige Konzessionsinhaber Forces Motrices de la Gougra (FMG). Da der Staudamm 2039 an die sechs Konzessionsgemeinden übergehen wird, ist noch zu klären, welche Entschädigung sie an den Konzessionsinhaber zu zahlen haben.

