Lawinen als Rettung für die Gletscher
Ein internationales Forschungsteam hat gezeigt, dass Lawinen für das Überleben vieler Gletscher auf der ganzen Welt entscheidend sind. Gletscher bleiben stabil, wenn der Schnee, der auf ihre Oberfläche fällt, das Schmelzen in tieferen Lagen ausgleicht.
Marin Kneib, Glaziologe an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der ETH Zürich, hat den Einfluss von Lawinen für alle 200 000 Gletscher der Erde abgeschätzt. 50 Prozent des Schnees auf den Gletschern stammen von Lawinen. Auf diese Weise schützen sie die Gletscher vor dem Abschmelzen, und das selbst in niedrigen Höhenlagen.
Die Studie trägt dazu bei, die Wasserressourcen und die mit der Klimaerwärmung verbundenen Naturgefahren besser vorherzusagen und eine neue Generation noch präziserer Gletschermodelle zu entwickeln.

