Wasserstrategie

Raureif in der Schweiz immer seltener

Raureif entsteht, wenn Wasserdampf auf kalten Oberflächen zu Eis kristallisiert. Dafür braucht es genügend Luftfeuchtigkeit, Minusgrade und einen klaren Himmel für eine wirksame Abkühlung.

Liegen die Temperaturen über dem Gefrierpunkt, so kondensiert die Feuchtigkeit als Tau, also in Form von Wassertröpfchen. Bei Temperaturen unter null kommt es zu einer Vereisung, wobei Wasser direkt vom gasförmigen in den festen Zustand übergeht.

Seit den 1960er-Jahren ist die Zahl der Frosttage in den tiefen Lagen der Schweiz infolge der Klimaerwärmung um rund 60 Prozent gesunken. Mildere Winter begünstigen jedoch auch eine frühere Blüte der Obstbäume, wodurch Spätfröste gravierendere Schäden verursachen können. Besonders stark davon betroffen ist der Kanton Wallis, wo Aprikosenproduzenten in den vergangenen Jahren, wie namentlich 2021, Ernteverluste von bis zu 70 Prozent verzeichneten.

Quelle

Ein zugefrorener, reifüberzogener See im Pfynwald im Wallis, aufgenommen am Samstag, 30. Dezember 2006. © Keystone – Olivier Maire