Wasserstrategie

Ausbildung des Nachwuchses für die Regeneration von Mooren

Seit 1987 stehen Moore in der Schweiz unter Schutz. Es handelt sich dabei um Feuchtgebiete, deren Böden einen hohen Anteil organischer Substanz enthalten. Aufgrund der Wassersättigung dieser Böden wird pflanzliches Material dort nur langsam abgebaut. Dadurch lagern sich abgestorbene Pflanzenreste allmählich ab und bilden Torf.

Im Kanton Neuenburg bedecken Moore eine Fläche von 344 Hektar. Seit den 1990er-Jahren sind Revitalisierungsarbeiten im Gange, die darauf abzielen, Lebensräume wiederherzustellen, den Zerfall der Torfschicht zu stoppen und Kohlenstoff zu binden. Zudem wurde 2024 in Les Ponts-de-Martel im «Maison de la Tourbière» ein Kompetenzzentrum eröffnet. Dieses Zentrum will Forschungsprojekte unterstützen und als Plattform für den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren in diesem Bereich dienen.

Um dem Mangel an qualifizierten Fachkräften entgegenzuwirken, hat die Genfer Hochschule für Landschaft, Ingenieurwesen und Architektur (HEPIA) parallel dazu einen neuen CAS-Lehrgang (Certificate of Advanced Studies) in Hydroökologie von Mooren eingeführt. Diese praxisorientierte Weiterbildung vermittelt ein besseres Verständnis der Funktionsweise dieser Ökosysteme und soll es den Teilnehmenden ermöglichen, die Bewirtschaftungs- und Regenerationsziele präziser festzulegen.