Wasserstrategie

Kantonales hydrologisches Bulletin – März 2026

Frühlingshafter Beginn – winterliches Ende

Wetter

Der März begann warm und sonnig, mit Bedingungen über der Norm 1991-2020. Am Ende der ersten Woche begünstigte Wind aus Südost ein Saharastaub-Ereignis, dessen PM10-Spitzenwert am 6. März in Sitten gemessen wurde. Die darauffolgende vorbeiziehende Kaltfront mit Niederschlägen sorgte dafür, dass sich dieser Staubschleier über dem gesamten Wallis wieder auflöste. Am 14. und 15. März brachten anhaltende Niederschläge grosse Schneemengen, vor allem im Oberwallis und entlang des Alpensüdkamms. Das Monatsende war vorab von milderem Wetter geprägt, bevor es am 26. März infolge eines Temperaturrückgangs erneut zu Schneefällen kam.
Die Niederschläge waren relativ gleichmässig über den Kanton verteilt (Abbildung 1). Das Mittelwallis sowie der Alpensüdkamm verzeichneten Niederschlagsmengen zwischen 25 und 50 mm, während das Oberwallis, das Unterwallis und der Alpennordkamm mit Gesamtmengen von 50 bis 100 mm etwas mehr Niederschlag erhielten.

 


 

Abbildung 1: Niederschlagssumme in Millimetern für März 2026. Quelle: MeteoSchweiz/CREALP.

Relativ gesehen lagen die Niederschlagsmengen im Grossteil des Wallis insgesamt leicht im Defizit. Die Region Zermatt sowie das untere Vispa-Tal weisen jedoch im Vergleich zur monatlichen Norm Niederschlagsüberschüsse auf, die lokal 120 bis 140 % erreichten (Abbildung 2). Im übrigen Kanton lagen die Niederschlagsmengen im Allgemeinen zwischen 65 und 95 % der Norm, wobei lokal stärkere Defizite zu verzeichnen waren, insbesondere in Sitten (35 bis 65 %).

 


 

Abbildung 2: Monatliche Niederschlagsabweichung für März 2026 gegenüber der Referenzperiode 2010-2025, ausgedrückt in %. Quelle: MeteoSchweiz/CREALP.

Grundwasser

Zu Beginn dieses Frühlings präsentiert sich die Grundwassersituation mit Pegelständen, die im Allgemeinen auf Höhe der Norm oder darüber liegen. Eine Ausnahme bildet allerdings die Region Fully mit sehr niedrigen Pegelständen.
Bei der Entwicklung gegenüber dem Vormonat zeigt sich eine überwiegend gleichbleibende oder leicht sinkende Tendenz (Region Chablais). So beträgt der stärkste Rückgang nicht mehr als etwa zwanzig Zentimeter (-17 cm, unterhalb von Monthey).
Die Region Siders bildet jedoch eine Ausnahme mit einem extrem hohen und weiter ansteigenden Grundwasserstand.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dieses Winterende durch eine feuchtere Wetterlage und somit günstigere Entwicklung gekennzeichnet. Die Winterperiode, die der Grundwasserneubildung ohnehin förderlich ist, scheint sich somit positiv auf den Grundwasserleiter der Rhone ausgewirkt zu haben.

  • Region Unterwallis: Grundwasserstände um den Normalwert oder darüber, in der Region Coude de Martigny weiterhin niedrig, mit gleichbleibender oder sinkender Tendenz.
  • Region Mittelwallis: Grundwasserstände über oder gleich dem Normalwert. Tendenz überwiegend gleichbleibend, mit Ausnahme der Region Siders.
  • Region Oberwallis: Grundwasserstände über oder gleich dem Normalwert mit gleichbleibender Tendenz.
     

 


 

Abbildung 3: Kantonale Grundwasserüberwachung: Stand der im März 2026 erhobenen Grundwasserstände. Quelle: Kantonales Überwachungsnetz für das Grundwasser. DUW/DNAGE/CREALP.