Tigermücke - Spezifische Behandlung in einem Ortsteil von Fully
In einem Ortsteil von Fully wird eine spezifische Behandlung gegen die Tigermücke mit Adultiziden und Larviziden durchgeführt. In den letzten Tagen ist in dieser Gemeinde ein Fall einer durch Stechmücken übertragenen Krankheit aufgetreten. Auch wenn die Krankheit bei einem Auslandsaufenthalt aufgetreten ist, ist ein Eingreifen als Vorsichtsmassnahme notwendig, um die Mückenpopulation zu reduzieren und das Risiko einer Krankheitsübertragung zu minimieren. Die Tigermücke kommt im Wallis seit 2019 in mehreren Gemeinden vor, darunter auch in Fully.
Dem Kantonsarztamt wurde ein Fall einer durch Stechmücken übertragenen Krankheit gemeldet, die sich eine in Fully wohnhafte Person nach einer Auslandsreise zugezogen hatte. Nach einer Beurteilung und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Tigermücke in der Region, in der die erkrankte Person wohnte, nachgewiesen wurde, erscheint es notwendig, im betroffenen Quartier eine vorbeugende, spezifische Behandlung mit adultiziden und larviziden Produkten durchzuführen. Diese Vorsichtsmassnahme zielt darauf ab, die Mückenpopulation in dem betroffenen Gebiet so weit wie möglich zu reduzieren, um das Risiko einer Krankheitsübertragung zu minimieren. Es besteht nämlich die sehr seltene Möglichkeit, dass eine Mücke, die eine erkrankte Person sticht, das Virus aufnimmt, selbst infektiös wird und die Krankheit möglicherweise auf andere Personen überträgt.
Die lokale vorbeugende Behandlung wird von spezialisiertem Personal im Auftrag des Kantons durchgeführt. Der Einsatz erfolgt abends, da das Insektizid bei Sonneneinstrahlung in relativ kurzer Zeit abgebaut wird und somit unwirksam ist. Der Einsatz von Adultiziden beschränkt sich zudem auf die niedrige Vegetation, in der sich die Tigermücke gerne aufhält. Die Behandlung erfolgt auf freiwilliger Basis, da der Zugang von aussen zur Parzelle vom Mieter oder Eigentümer gewährt werden muss.
Das Behandlungsverfahren wurde aufgrund der Erfahrungen in anderen Regionen wie Frankreich oder dem Kanton Tessin festgelegt, die seit mehreren Jahren mit dieser Problematik konfrontiert sind. Der zu behandelnde Perimeter berücksichtigt die Bewegungsfähigkeit der Tigermücke, die nicht in der Lage ist, mehr als hundert Meter weit zu fliegen. Die vorbeugende Behandlung ergänzt die übrigen üblichen Überwachungsmassnahmen (Fangvorrichtungen, Sensibilisierung der Bevölkerung usw.), die weiterhin von den Behörden durchgeführt werden.
Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Asien und hat sich durch menschliche Aktivitäten auf allen fünf Kontinenten etabliert. Die Ausbreitung dieser exotischen Mücke, die in unseren Breitengraden nur in urbanen Regionen (unter 800 m Höhe) vorkommt, wird durch die Klimaerwärmung begünstigt. Im Wallis wurde die Art erstmals 2019 nachgewiesen. Sechs Jahre später hat sich der Bestand deutlich vergrössert und besiedelt derzeit mehrere Gemeinden in der Talebene, darunter auch Fully.
Die kantonalen Behörden rufen die Bevölkerung auf, sich am Kampf gegen die Ausbreitung der Tigermücke im Wallis zu beteiligen:
- Verhindern Sie die Eiablage, indem Sie alle Behälter entfernen, die Wasser aufnehmen können, wie z.B. Giesskannen, Untersetzer von Blumentöpfen (oder füllen Sie sie mit Sand), Behälter, Reifen, Dachrinnen, Regentonnen usw.
- Melden Sie verdächtige Vorkommnisse über die Website des Schweizerischen Mückennetzwerkes www.muecken-schweiz.ch. Im Falle eines positiven Befunds schlägt der Kanton der betroffenen Gemeinde Überwachungs- und Bekämpfungsmassnahmen vor. Bekämpfungsmassnahmen.
Informationen über diese Mücke sind auf der folgenden Internetseite verfügbar: https://www.vs.ch/de/web/sfnp/moustique-tigre.
