Essertse

Hérémence

Willkommen

Die extrem selten gewordenen Feuchtgebiete sind sehr wertvoll für die Bewahrung der Biodiversität. Sie sind Lebensräume für zahlreiche, häufig seltene oder bedrohte Pflanzen- und Tierarten, die für diese Gebiete typisch sind. Deshalb sind die Moore von Essertse seit 1998 auf kantonaler Ebene geschützt. Diese Feuchtgebiete gehören zu den Biotopen, die als Ausgleichsmassnahme für den Bau des Wasserkraftwerks Cleuson-Dixence zwischen 1993 und 1998 von den Firmen Alpiq und Grande Dixence angelegt wurden.

Essertse, Foto: © DWNL


 

Der Standort

Diese weitläufige Naturregion bietet aufgrund der Vielfalt der vorhandenen Lebensräume, insbesondere der Feuchtgebiete, eine wunderschöne Alpenlandschaft. Diese bestehen aus einer Reihe kleiner Teiche und Tümpel, die von verschiedenen Arten von Mooren umgeben sind. Der Begriff Flachmoor ist für feuchte Pflanzenformationen reserviert, die von zufliessendem Wasser profitieren.

An einigen Stellen findet man Bestandteile von Hochmooren, auch Torfmoore genannt, wie die charakteristischen Torfmoose, die sich mit Regenwasser vollsaugen und Kuppeln bilden. Feuchtgebiete und insbesondere Torfmoore sind sehr empfindliche Lebensräume, in denen zahlreiche seltene und geschützte Pflanzen und Tiere heimisch sind.

Fauna und Flora

Die Flora ist in diesem Gebiet ausgesprochen vielfältig. Man findet hier Arten, die für Feuchtgebiete typisch sind, wie das Schwimmende Laichkraut, das hier seine maximale Höhenlage im Wallis erreicht, den Fieberklee, das Sumpf-Herzblatt oder auch das Sumpf-Veilchen. Die Tümpel und Teiche dienen als Laichgebiete für zwei Amphibienarten: den Grasfrosch und den Bergmolch.

Die Sumpfschrecke ist hier zahlreich anzutreffen. Diese als gefährdet geltende Art vermehrt sich ausschliesslich in Mooren, Quellgebieten (Quellen und Bachufer) und bestimmten Arten von Feuchtwiesen. Etwa zehn Libellenarten sind an diesem Standort bekannt, was für eine solche Höhenlage durchaus beachtlich ist.

Sumpf-Dotterblume
Caltha palustris


 

Breitblättrige Fingerwurz
Dactylorhiza majalis

Schwimmendes Laichkraut
Potamogeton natans

Scheuchzers Wollgras
Eriophorum scheuchzeri

Sumpf-Veilchen
Viola palustris

Sumpf-Dotterblume
Caltha palustris

Fieberklee
Menyanthes trifoliata

Torfmoos
Sphagnum sp.

Parnassie des marais
Parnassia palustris

Criquet ensanglanté
Stethophyma grossum

Bergmolch
Ichtyosaura alpestris

Grasfrosch
Rana temporaria

Kleine Moosjungfer
Leucorrhinia dubia

Informationen

Gemeinde Hérémence
Zugang
 
 
Infrastrukturen -
Beschluss 451.351 (2014)
Fläche 200 ha, Schutzperimeter
Bedeutung Kantonale, niedrige Sümpfe und Moore
   

Redaktion und Illustrationen : Drosera SA | Artenzeichnungen : Jérôme Fournier | Fotos : Nicolas Dulex, Audrey Elsig | Abbildungen und Pläne : etco.ch