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Ein Entwässerungsschacht – ein direkter Weg in die Umwelt

Die nationale Kampagne «Obacht am Schacht…» wird auch im Wallis umgesetzt. Sie erinnert daran, dass Wasser, das durch Regenwassereinlaufschächte abfliesst, direkt in die Umwelt gelangen kann, ohne zuvor in einer Abwasserreinigungsanlage behandelt zu werden. Stoffe, die in diese Schächte gelangen, können somit die Umwelt verschmutzen und aquatische Ökosysteme schädigen. Durch richtiges Verhalten im Alltag lassen sich solche Gewässerverschmutzungen vermeiden.

Unauffällig, aber unverzichtbar: Entwässerungsschächte nehmen Regenwasser auf und tragen dazu bei, dieses von öffentlichen Flächen und aus dem Umfeld von Gebäuden abzuleiten. Viele Regenwassereinlaufschächte leiten das Wasser jedoch ohne vorherige Behandlung direkt in die Umwelt. Waschwasser, Zigarettenstummel, Pflanzenschutzmittel sowie Farb- oder Altölreste, die in einen Schacht oder in dessen unmittelbarer Nähe gelangen, können so direkt in einem Bach, Fluss oder See landen. Selbst in geringen Mengen schädigen diese Stoffe die im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen und beeinträchtigen die Wasserqualität.

Die nationale Kampagne «Obacht am Schacht…», die seit rund 15 Jahren von der Schweizerischen Vereinigung der Fischereiaufseher (SVFA) getragen wird, wird 2026 mit einer verstärkten Botschaft fortgesetzt: «Giessen Sie nichts hinein!». Sie ruft sowohl die Bevölkerung als auch Fachleute dazu auf, durch einfache Verhaltensweisen solche Verschmutzungen zu verhindern.

Konkret bedeutet dies beispielsweise, Fahrzeuge und Maschinen nur auf dafür vorgesehenen Plätzen zu waschen und Pinsel sowie andere Werkzeuge in geeigneten Einrichtungen zu reinigen. Öle, Farben und andere Chemikalien müssen bei den dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden. Da die Entsorgungsmöglichkeiten je nach Gemeinde unterschiedlich sein können, geben die zuständige Gemeindeverwaltung oder die jeweilige Sammelstelle Auskunft über das richtige Vorgehen. Werden diese Verhaltensweisen konsequent umgesetzt, lassen sich zahlreiche Gewässerverschmutzungen vermeiden.

Die Dienststelle für Umwelt (DUW), die Dienststelle für Wald, Natur und Landschaft (DWNL) sowie die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) unterstützen gemeinsam die Verbreitung dieser Kampagne im Wallis. Damit möchten sie daran erinnern, dass jede und jeder Einzelne durch richtiges Verhalten zum Schutz der Gewässer und der darin lebenden Organismen beitragen kann.

Der Gewässerschutz liegt in der gemeinsamen Verantwortung der gesamten Bevölkerung und der Wirtschaftsakteure. Er ist zudem im Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (GSchG) verankert. Dieses verbietet es, Stoffe, die Wasser verunreinigen können, direkt oder indirekt in ein Gewässer einzubringen.

Links

  • Informationen zu den richtigen Verhaltensweisen sowie Unterrichts- und Informationsmaterialien der Kampagne finden Sie auf Aquava – Obacht am Schacht.
  • Folgen Sie der Kampagne auf Instagram und Facebook.
  • Entdecken Sie auch den Aquava-Podcast (auf Französisch), eine fünfteilige Podcast-Reihe über Mikroverunreinigungen, den Gewässerschutz und vermeidbare Gewässerverschmutzungen.