Übergabe des Rünzi-Preises an Raphaël Mayoraz
Die Feier zur Preisübergabe der Stiftung «Divisionär F.-K. Rünzi» fand heute Nachmittag auf dem Vorplatz des Schlosses Majorie in Sitten statt. Der Geologe Raphaël Mayoraz ist der diesjährige Preisträger. Mit der diesjährigen Auszeichnung ehrt der Stiftungsrat – unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten Christophe Darbellay – einen in der Schweiz und international anerkannten Wissenschaftler, der sich seit vielen Jahren für den Kanton Wallis und dessen Bevölkerung engagiert.
Der mit 20'000 Franken dotierte Rünzi-Preis wird seit 1972 an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Art und Weise um das Wallis verdient gemacht haben. Dieses Jahr wurde der Preis auf dem Vorplatz des Schlosses Majorie in Sitten an den Geologen Raphaël Mayoraz übergeben.
Raphaël Mayoraz wurde 1961 in Hérémence geboren und verfügt über ein Diplom des Geologischen Instituts der Universität Freiburg sowie über ein Doktorat der Wissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne.
Im Laufe seiner Karriere hatte er zahlreiche Führungspositionen in den Bereichen Geologie, Naturgefahren und Risikomanagement inne. Dabei leitete er die Walliser Aussenstelle des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), gründete und leitete die Firma GéoVal SA sowie sein eigenes Beratungsunternehmen. 2014 nahm Raphaël Mayoraz als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Sektion Naturgefahren der Dienststelle für Wald und Landschaft die Tätigkeit beim Kanton Wallis auf. Anschliessend wurde er zuerst zum Kantonsgeologen ernannt, dann zum Chef der Sektion Hydrologie, Hydrogeologie und Geologie, zum Chef der Sektion Naturgefahren und schliesslich im Jahr 2021 zum Chef der Dienststelle für Naturgefahren.
Raphaël Mayoraz ist ausserdem ein erfahrener Bergführer. Von 2000 bis 2003 war er Präsident des Walliser Bergführerverbands und engagierte sich zudem als Rettungsspezialist bei der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation.
Raphaël Mayoraz ist seit September 2025 im Ruhestand, setzt sich aber weiterhin aktiv im Bereich Bergsport und Naturgefahren ein, insbesondere durch seine Mitwirkung an Projekten des Swiss Polar Institute in Bhutan und Grönland.
Mit der Verleihung des Rünzi-Preises 2026 ehrt der Stiftungsrat unter dem Vorsitz des Walliser Regierungschefs Christophe Darbellay einen Wissenschaftler und ausgewiesenen Fachmann aus der Praxis, der in der Schweiz und international anerkannt ist.
Diese Auszeichnung würdigt den Beitrag, den Raphaël Mayoraz über viele Jahre hinweg zur Erkennung und Prävention von Naturgefahren sowie zum Schutz der Walliser Bevölkerung geleistet hat. Sie ist zudem eine Anerkennung für seinen loyalen und vorbildlichen Einsatz zugunsten des Kantons Wallis, insbesondere während der jüngsten Katastrophen, die den Kanton heimsuchten, sei es das Hochwasser der Rhone im Jahr 2024 oder der Bergsturz, der das Dorf Blatten im Jahr 2025 verschüttete.

