Europäische Tage des Denkmals - Eine Ausgabe 2026 unter dem Motto "In Gefahr?"
Die 33. Europäischen Tage des Denkmals (ETD) finden am 12. und 13. September 2026 unter dem Motto „In Gefahr?“ statt. Diese Ausgabe lädt die Öffentlichkeit dazu ein, nicht nur die Bedrohungen für das bauliche, kulturelle und immaterielle Erbe kennenzulernen, sondern auch die Massnahmen und Lösungen zu entdecken, die zu dessen Erhaltung und Weitergabe an künftige Generationen umgesetzt werden. Im Wallis werden zwischen Monthey und Ernen 24 kostenlose Veranstaltungen angeboten. Diese ermöglichen einen neuen Blick auf bedeutende Kulturstätten, Restaurierungsprojekte und häufig wenig bekannte handwerkliche Traditionen.
Die 33. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals findet am 12. und 13. September 2026 statt. Das für die diesjährige Ausgabe gewählte Thema greift eine zentrale Frage für die Fachleute des Kulturerbes auf: Wie lässt sich ein Erbe bewahren, das Witterungseinflüssen, veränderten Nutzungen, wirtschaftlichem Druck und den Herausforderungen des Klimawandels ausgesetzt ist? Fernab von alarmistischen Darstellungen bieten die Europäischen Tage des Denkmalschutzes die Gelegenheit, den aussergewöhnlichen Reichtum und die Vielfalt dieses Kulturerbes aufzuzeigen.
Im Wallis werden von Monthey bis Ernen vierundzwanzig Veranstaltungen angeboten. Das Programm stellt mehrere Beispiele für den Erhalt und die Sanierung des Kulturerbes vor. Die Besucher können die Aufwertung der „Pierre des Marmettes“ und die Restaurierung der Museumsräume im Schloss Monthey, das Projekt zur Erhaltung der Kapelle Sainte-Pétronille in Conthey sowie die Massnahmen zur Aufwertung der Kapellen der Pfarrei Bagnes entdecken. In Sitten stehen bei den Führungen die Restaurierung der Fassaden der Kathedrale und die Geschichte eines barocken Hauses im Anschluss an den Regierungspalast im Mittelpunkt. Ein Erhaltungsprojekt der Kulturgüterschutzbehörde im Zusammenhang mit der Orgel von Valeria rückt den Orgelbau und die Musik in den Vordergrund. Die Besucher können die Geheimnisse des Stadtteils Muraz (Siders) rund um dessen Weinkeller und die Orgel der dortigen Kirche entdecken. Zu den Höhepunkten dieser Ausgabe zählen zudem die Besichtigung der alten Mühlen von La Tine in Troistorrents und des Geländes der Grande Dixence rund um den Staudamm und das als „Le Ritz“ bezeichnete Gebäude. Im Oberwallis ist das Publikum eingeladen, die baulichen Besonderheiten der historischen Strassen von Visperterminen und der Stadt Brig, Preisträgerin des Wakker-Preises (2026), zu entdecken.
Die Europäischen Tage des Denkmals haben zum Ziel, die Öffentlichkeit für die Herausforderungen der Denkmalpflege zu sensibilisieren und das Verständnis für die Schwierigkeiten bei der Weitergabe des Kulturerbes zu fördern. Sie bieten zudem die Gelegenheit, Fachpersonen kennenzulernen, die sich täglich für dessen Erhaltung einsetzen: Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker, Architektinnen und Architekten, Restauratorinnen und Restauratoren, Archäologinnen und Archäologen, Handwerkerinnen und Handwerker sowie freiwillig Engagierte.
Alle Führungen sind kostenlos, einige erfordern aber eine Anmeldung.
Das detaillierte Programm ist verfügbar auf: www.vs.ch/de/web/sip/journee- europeenne-du-patrimoine oder https://kulturerbe-entdecken.ch/

