Espace Mont-Blanc – Projekt IMAJE
Schülerinnen und Schüler aus dem Bagnertal, dem Entremont, dem Aostatal und Obersavoyen lernen das Naturgefahrenmanagement im Wallis hautnah kennen.
Der dritte Thementag, der im Rahmen des Projekts IMAJE (Information, Medien, Alpen und Jugend Europas) des Espace Mont-Blanc organisiert wurde, brachte an diesem Freitag im Bagnertal an die 200 Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschulen aus dem Bagnertal, dem Entremont, dem Aostatal und Obersavoyen zusammen. Die Teilnehmenden befassten sich anhand von Vorträgen der Dienststelle für Naturgefahren (DNAGE), der Dienststelle für Mobilität (DFM), dem Regionalen Studienzentrum für alpine Bevölkerungen CREPA und der Gemeinde Val de Bagnes mit den Ursachen und Folgen des Murgangs, der sich 2025 im Wildbach Fregnoley ereignet hatte. Es wurden auch Workshops an Ort und Stelle organisiert.
An diesem Freitag empfingen die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschulen von Val de Bagnes und Entremont im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts IMAJE des Espace Mont-Blanc ihre Altersgenossen aus dem Aostatal und Obersavoyen im Espace St-Marc in Le Châble.
Dieser Tag, der von der Dienststelle für Unterrichtswesen und der Dienststelle für Wirtschaft, Tourismus und Innovation in Zusammenarbeit mit den Orientierungsschulen von Val de Bagnes und Entremont organisiert wurde, war dem Thema Naturkatastrophen im Wallis gewidmet. Unter Anleitung von Fachleuten der DNAGE, der DFM, des CREPA und der Gemeinde Val de Bagnes setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Ursachen und Folgen des Murgangs im Wildbach Fregnoley im Juni 2025 auseinander.
Am Vormittag hatten die Teilnehmenden im Espace St-Marc Gelegenheit, den Präsidenten von Orsières, Joachim Rausis, die Vizepräsidentin von Val de Bagnes, Anne-Michelle Lack, sowie die für Kultur und Kulturerbe zuständige Vizepräsidentin des Departements Haute-Savoie, Myriam Lhuillier, zu treffen. Ausserdem nahmen sie an Vorträgen der DNAGE und des CREPA zum Thema Umgang mit Naturgefahren im Wallis teil. Am Nachmittag fuhren die Schülerinnen und Schüler zum Fregnoley und nach Lourtier, wo sie aus nächster Nähe die verschiedenen Massnahmen begutachten konnten, die nach der Naturkatastrophe ergriffen wurden. Ausserdem wurden ihnen Workshops zu Seilbahnverbindungen und zur Arbeitsweise von Krisenstäben angeboten.
Trotz ihrer physischen Grenzen teilen das Wallis, Obersavoyen und das Aostatal eine räumliche Gegebenheit und eine gemeinsame Bergkultur. Das Projekt IMAJE zielt darauf ab, ein besseres Verständnis des Alpenraums und seiner aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen zu erlangen, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel. Das Projekt ermöglicht es zudem, Kontakte zwischen Jugendlichen aus dem Espace Mont-Blanc zu knüpfen, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Raum zu schaffen und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Schulen anzustossen.
Dieser Thementag war der dritte, der im Rahmen des Projekts IMAJE organisiert wurde. Der erste Thementag fand im Januar 2026 in Chamonix statt und befasste sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Klimawandels im Espace Mont-Blanc. Der zweite wurde im März 2026 in Aosta durchgeführt und konzentrierte sich auf Fragen des Schutzes der biologischen Vielfalt.
Das Projekt IMAJE ist Teil des europäischen Programms für grenzüberschreitende Zusammenarbeit «Interreg ALCOTRA 2021–2027» und wird durch Mittel der Europäischen Union, des Kantons Wallis und des Bundes kofinanziert.

