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Interkantonale Zusammenarbeit bei der Waldbrandbekämpfung

In Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern hat der Kanton Wallis am 6. und 7. August in Eyholz eine Schulung zur Waldbrandbekämpfung durchgeführt, an welcher 32 Berner Feuerwehrleute teilnahmen. Dieser Kurs, der dritte in diesem Jahr, diente dazu, die Kompetenzen der Einsatzkräfte zu stärken, Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen und die interkantonale Zusammenarbeit angesichts eines Risikos zu festigen, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die beiden Schulungstage sind Teil des gemeinsamen Bestrebens, die operativen Kompetenzen im Bereich Waldbrände weiterzuentwickeln. Sie wurden von der Gebäudeversicherung Bern (GVB) in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis organisiert. Die Kursteilnehmenden besuchten mehrere thematische Workshops, bevor sie an einer praktischen Übung teilnahmen, die die realen Bedingungen eines Waldbrands nachstellte. Aufgrund des derzeit geltenden Feuerverbots fand die Übung ohne echtes Feuer statt, jedoch unter Einsatz verschiedener Einsatzmittel, darunter auch ein Helikopter statt.

Als erster Schweizer Kanton, der von der Feuerwehrkoordination Schweiz für den Kurs Waldbrandbekämpfung gemäss der neuen nationalen Doktrin zertifiziert wurde, hat das Wallis bereits mehr als 400 Feuerwehrleute nach diesen neuen Standards ausgebildet. Dies verdeutlicht die Kompetenzen und Erfahrungen, die der Kanton in den letzten Jahren insbesondere bei den Bränden in Bitsch, Visp, Arbaz oder Leuk gesammelt hat.

Die Waldbrandbekämpfung basiert auf einer engen kantonalen und interkantonalen Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, den Förstern, den Helikopterunternehmungen, dem Zivilschutz, den kommunalen Führungsstäben und der Armee. Über den Erwerb fachlicher Kompetenzen hinaus hat diese Ausbildung dazu beigetragen, die Beziehungen zwischen den Partnern zu stärken und eine gemeinsame Einsatzkultur zu fördern.

Der Kanton Wallis treibt zudem den Ausbau seiner Massnahmen zur Bekämpfung von Waldbränden in Zusammenarbeit mit anderen Kantonen weiter voran. Die schrittweise Anschaffung neuer Spezialausrüstung (Waldbrandanhänger, Roboter, Drohnen, mobile Wasserbecken, Fahrzeuge usw.) wird es zudem ermöglichen, die Einsatzkapazitäten weiter zu stärken – vor dem Hintergrund, dass Dürreperioden dieses Risiko immer präsenter machen.

Foto © PRISM Studio - Sitten