Bilanz der Luftqualität im Wallis 2025
Der Bericht zur Luftqualität im Wallis 2025 bestätigt die Fortschritte, die im Laufe des letzten Jahrzehnts erzielt wurden. Die Stickstoffdioxidkonzentrationen sind deutlich zurückgegangen und die gesetzlichen Immissionsgrenzwerte werden heute mehrheitlich eingehalten. Der Bericht zeigt jedoch auch mehrere wiederkehrende Herausforderungen auf: Die Feinstaubbelastung stagniert und die Immissionsgrenzwerte für Ozon werden während der Sommermonate regelmässig überschritten. Das Jahr 2025 war zudem von mehreren Saharastaubereignissen sowie vom Eintrag von Partikeln aus weit entfernten Waldbränden geprägt.
Die seit mehreren Jahren insbesondere in den Bereichen Verkehr, Feuerungen und Industrie getroffenen Massnahmen sowie technische und regulatorische Entwicklungen haben dazu beigetragen, die Emissionen verschiedener Luftschadstoffe zu reduzieren.
Die Stickstoffdioxidkonzentrationen (NO₂) gehen weiter zurück. Seit 2014 halten sämtliche Messwerte des kantonalen Luftmessnetzes RESIVAL den Jahresgrenzwert von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) ein und liegen mittlerweile deutlich darunter. Diese Entwicklung entspricht der Stossrichtung der Empfehlungen, welche die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene 2023 formuliert hat. Sie empfiehlt einen strengeren Jahresgrenzwert von 10 µg/m³.
Auch die Feinstaubkonzentrationen sind seit Mitte der 2000er-Jahre deutlich zurückgegangen. Bei PM10, also Feinstaubpartikeln mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometern, wird der Jahresgrenzwert heute im gesamten RESIVAL-Messnetz eingehalten. Seit 2019 stagnieren jedoch die PM10- und PM2.5-Werte. 2025 wurde der Jahresgrenzwert für PM2.5 in Saxon überschritten, wie bereits 2022.
Das Jahr 2025 war ausserdem durch weiträumig verfrachtete Luftschadstoffe geprägt. Im Juni und August führten Saharastaubereignisse im gesamten Kanton zu einem deutlichen Anstieg der PM10-Konzentrationen, wobei der Tagesgrenzwert von 50 µg/m³ punktuell mehrfach überschritten wurde. Im Sommer erreichten zudem Partikel aus grossen Waldbränden in Kanada die Alpen.
Ozon bleibt ein weiterer Schwerpunkt. Von März bis September überschreiten die Konzentrationen regelmässig die Immissionsgrenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV). Im Jahr 2025 wurden an allen Messstationen Überschreitungen festgestellt, insbesondere während warmer und sonniger Perioden. Hitzewellen und intensive Sonneneinstrahlung im Sommer begünstigen hohe Ozonkonzentrationen, die sich schädlich auf die Gesundheit, landwirtschaftliche Kulturen und Ökosysteme auswirken.
Die Dienststelle für Umwelt (DUW) überwacht die Luftqualität im Wallis kontinuierlich mit dem RESIVAL-Messnetz, das aus sieben Messstationen zwischen Brigerbad und Massongex besteht. Der Bericht 2025 sowie die detaillierten Messergebnisse sind auf der Website der DUW verfügbar. Der Bericht enthält zudem die Jahresbilanz zum Stand der Massnahmen des kantonalen Luftreinhalteplans.
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