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Luftqualität und Staub aus der Sahara - Ausgeprägte Situation im Wallis

Seit dem 5. März ist die Schweiz von einer Staubwolke aus der Sahara erfasst. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat sich diese deutlich verstärkt. Die Luftqualität ist im Wallis besonders beeinträchtigt, wobei es je nach Region erhebliche Unterschiede gibt.

Im Wallis überschreiten die Feinstaubkonzentrationen (PM10) derzeit den in der Luftreinhalteverordnung (LRV) festgelegten Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro m³, insbesondere unterhalb von Sitten und in den Höhenlagen des Oberwallis. Am 6. März um 8 Uhr lagen die Tagesdurchschnittswerte zwischen 45 Mikrogramm/m³ in Brigerbad und 112 Mikrogramm/m³ in Les Giettes.

Die Messstation Jungfraujoch (BE) nahe der Walliser Grenze verzeichnet einen steigenden Durchschnittswert von 120 Mikrogramm/m³. Dies zeigt, dass die Staubbelastung in höheren Lagen nach wie vor hoch ist. Aufgrund eines Hochdruckgebiets über Osteuropa sinken diese Partikel tendenziell in tiefere Schichten der Atmosphäre ab, was zu einem Anstieg der Konzentrationen im Laufe des Tages führen könnte.

Obwohl der Staub aus der Sahara natürlichen Ursprungs und in der Regel weniger schädlich ist als Partikel aus Verbrennungsprozessen (Verkehr, Heizungen, Industrie), kann er dennoch die Atemwege reizen. Der Kanton Wallis empfiehlt daher empfindlichen Personen, intensive körperliche Anstrengungen zu reduzieren und reizende Produkte wie Tabak zu vermeiden.

Prognosen zufolge dürfte die Situation mindestens bis Samstag anhalten. Die beiden letzten Resival-Messstationen, insbesondere die von Montana, könnten ebenfalls bald den Tagesgrenzwert überschreiten. Zwischen Sonntag und dem kommenden Donnerstag wird ein allmählicher Rückgang der Konzentrationen erwartet.

Foto von den "Dents de Morcles" aufgenommen am 05.03.2026 von Vérossaz.