Campus Energypolis - Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden auf 175 Millionen Franken geschätzt
Im Jahr 2024 hat der Campus Energypolis im Kanton Wallis wirtschaftliche Auswirkungen von fast 175 Millionen Franken und rund 1350 Arbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten generiert. Dies geht aus einer Studie des Instituts für angewandte Makroökonomie CREA der Universität Lausanne hervor. Die Studie wurde vom Departement für Volkswirtschaft und Bildung aufgrund eines Postulats des Grossen Rates in Auftrag gegeben. Sie zeigt, dass jeder Franken, den der Staat Wallis in den Campus Energypolis investiert, der kantonalen Wirtschaft drei Franken einbringt.
Im Jahr 2012 legten der Kanton Wallis und die EPFL den Grundstein für den Campus Energypolis, indem sie eine Vereinbarung über die Ansiedlung von elf Lehrstühlen der Technischen Hochschule im Wallis unterzeichneten. Seitdem hat sich der Campus erheblich weiterentwickelt. Er umfasst die ETH Lausanne Valais Wallis, die Hochschule für Ingenieurwissenschaften (HEI), die Stiftung The Ark sowie mehrere Unternehmen und Start-ups. Dadurch hat sich der Campus heute als Innovationsökosystem und Motor für Wirtschaftswachstum des Wallis in den Bereichen Energie, grüne Chemie und Umwelt etabliert.
Aufgrund eines Postulats des Grossen Rates vom November 2020 beauftragte das Departement für Volkswirtschaft und Bildung (DVB) das Institut für angewandte Makroökonomie CREA der Universität Lausanne, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Campus auf das Kantonsgebiet auszuwerten. Die Studie basiert auf einem Analysemodell, das vom Institut CREA entwickelt und an die Besonderheiten einer offenen regionalen Wirtschaft wie der des Kantons Wallis angepasst wurde. Sie analysiert fünf Wirkungskanäle:
- die Ausgaben für den Campus über die ETH Lausanne Valais Wallis, die HEI und die Stiftung The Ark;
- die wirtschaftlichen Auswirkungen der im Rahmen des Campus gegründeten Unternehmen;
- die von der HEI angebotene Ausbildung, die den Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, während ihrer Berufskarriere von einem höheren Lohnniveau zu profitieren, wodurch die Konsumausgaben im Wallis angekurbelt werden;
- die Ausgaben der Studierenden auf dem Campus;
- die Ausgaben von Besucherinnen und Besuchern des Campus.
Da sich der Campus noch in der Wachstumsphase befindet, basieren alle Schätzungen in dieser Studie auf Daten aus dem Jahr 2024.
Durch die Kombination der direkten, indirekten und induzierten Auswirkungen der Ausgaben des Campus Energypolis und der von seinem Ökosystem erzeugten Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft werden die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen für das Jahr 2024 auf fast 175 Millionen Franken an Wertschöpfung geschätzt. Zur Erinnerung: Im selben Jahr gewährte der Kanton Wallis dem Campus 56,1 Millionen Franken an Subventionen. So zeigen die Ergebnisse der Studie von CREA, dass jeder in den Campus investierte Franken 3.10 Franken an Wertschöpfung generiert. Diese Rendite ist signifikant und belegt die Relevanz öffentlicher Investitionen in die akademische und Innovationsinfrastruktur.
Laut dieser Studie schafft der Campus Energypolis insgesamt
1350 Arbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten (VZE) auf dem Kantonsgebiet. Bemerkenswert: Von den 581 VZE, die 2024 auf dem Campus beschäftigt waren (ETH Lausanne Valais Wallis, HEI und Stiftung The Ark), wohnen fast 80 Prozent im Wallis. Was die im Umfeld des Campus gegründeten Unternehmen betrifft, so beschäftigten diese im Jahr 2024 224 VZE, von denen etwa 68 Prozent im Wallis wohnhaft waren.
Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die direkten Ausgaben des Campus sowie die Unternehmen, die aus seinem unternehmerischen Ökosystem hervorgegangen sind, etwa 85 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen ausmachen. Die restlichen 15 Prozent sind auf die damit verbundenen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Ausbildung, den Ausgaben der Studierenden und den mit dem Campus verbundenen Besuchen zurückzuführen.
Die zur Durchführung dieser Studie verwendeten Daten wurden von der ETH Lausanne Valais Wallis, der HEI und der Stiftung The Ark sowie von zwanzig im Rahmen des Campus Energypolis gegründeten Unternehmen zur Verfügung gestellt. Diese Daten umfassen insbesondere die Lohnsumme, die Ausgaben für Waren und Dienstleistungen nach geografischer Herkunft sowie der Personalbestand in VZE.
Der durch den Staatsrat verabschiedete Abschlussbericht des Instituts CREA wurde an den Grossen Rat weitergeleitet.
