Prousts Fragebogen – Ralf Kreuzer
«Der Sport spielt eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft. Er stärkt den sozialen Zusammenhalt und fördert die Gesundheit – und diese Bedeutung muss anerkannt werden.»
Der Schritt vom Adjunkten zum Amtschef ist geschafft. Seit dem 1. Mai 2026 leitet Ralf Kreuzer das Kantonale Sportamt (KSA), das dem Departement für Sicherheit, Institutionen und Sport (DSIS) unterstellt ist. Er tritt damit die Nachfolge von Grégoire Jirillo an.
Mit einem Master in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing startete Ralf Kreuzer seine berufliche Laufbahn in der Privatwirtschaft. Unter anderem war er als Marketingleiter bei Infront Sports & Media tätig, einem international tätigen Unternehmen im Bereich Sportmarketing.
Der aus Visperterminen stammende Kreuzer trat 2018 als Delegierter für die Olympischen Winterspiele 2026 in die Kantonsverwaltung ein. Später wechselte er zum Kantonalen Sportamt, wo er unter anderem an der Umsetzung des kantonalen Sportgesetzes mitwirkte.
Neben seiner beruflichen Laufbahn blickt Kreuzer auf eine erfolgreiche Karriere im Spitzensport zurück. Während rund zehn Jahren kombinierte er Studium und Leistungssport als alpiner Skirennfahrer. 2005 wurde der Speed-Spezialist Schweizer Vizemeister im Super-G. Als Mitglied des B-Kaders von Swiss-Ski nahm er zudem an mehreren Weltcup-Rennen teil, unter anderem in Bormio, Lake Louise und Beaver Creek.
Als neuer Leiter des Kantonalen Sportamtes stellt uns Ralf Kreuzer nun seine Vision und seine Ziele für den Walliser Sport vor:
Prousts Fragebogen von Vis-à-Vis richtet sich an Kadermitglieder der Verwaltung, die kürzlich ihr Amt angetreten haben. Auch Ralf Kreuzer stellt sich diesem Frage-Antwort-Spiel.
- Eine historische Persönlichkeit?
Jacques Guhl. In den 1950er Jahren leistete er Pionierarbeit für die Entwicklung des Fussballs im Wallis. - Eine Persönlichkeit des zeitgenössischen Wallis?
Nico Hischier, eine herausragende Persönlichkeit und Kapitän einer Mannschaft, die in der besten Liga der Welt spielt. - Ein Ort, der mir am Herzen liegt?
Der Bergsee oder Gibidumsee, wie er offiziell heisst, oberhalb von Visperterminen. Für mich ist das ein Kraftort. - Eine kulinarische Spezialität?
Da nehme ich den Kaiserschmarrn – auf Walliser Art, mit feinen Aprikosen. So lassen sich die österreichischen Wurzeln meiner Frau mit dem Wallis verbinden. - Ein Wein ?
Natürlich einen Heida aus der St. Jodern Kellerei in Visperterminen. Als Genossenschafter und Winzer liefere ich meine Trauben selbst an die Kellerei. - Ein Verein, den ich unterstütze?
Ich engagiere mich persönlich im Ski- und Sportclub Visperterminen sowie im Panathlon-Club Oberwallis. - Eine Veranstaltung, die man nicht verpassen darf?
Als Leiter des kantonalen Sportamts gibt es für mich zahlreiche Veranstaltungen, die man nicht verpassen sollte. Besonders hervorzuheben sind die Ski-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Crans-Montana. Sie werden zweifellos zu den grössten Sportveranstaltungen gehören, die der Kanton je ausgerichtet hat. - Wenn man das Wallis mit einer Farbe verbinden müsste?
Rot und Weiss – ganz klar. Das sind die Farben des Walliser Wappens und auch jene vieler Walliser Sportteams mit ihren rot-weissen Trikots. - Ein Duft ?
Der Duft von frischem Brot, das ich gemeinsam mit meiner Familie im alten Dorfbackofen von Visperterminen backen darf. Das ist etwas ganz Besonderes. - Ein charakteristischer Klang?
Das Knirschen des Schnees unter den Füssen oder den Skiern. - Eine symbolträchtige Blume?
Der Enzian, den man in unseren Bergen findet. Seine blaue Farbe ist wunderschön. - Der Gipfel, der mich fasziniert?
Ganz klar das Weisshorn. Ich sehe es von zuhause aus und durfte auch schon mit meinem Bruder und einem Freund auf diesem Gipfel stehen. - Die Eigenschaft, die ich an den Walliserinnen und Wallisern am meisten schätze?
Das ist sicherlich ihre Begeisterungsfähigkeit, wie man sie im Sport immer wieder erlebt. Besonders bei Grossveranstaltungen – sei es bei Skirennen oder beispielsweise bei einem Cup-Spiel des FC Sion.