Sanierungen

Die Untersuchungen und Pilotsanierungen im quecksilberbelasteten Gebiet zwischen Visp und Raron wurden 2016 abgeschlossen. 2017 und 2018 werden voraussichtlich die sanierungspflichtigen Flächen in den Siedlungsgebieten saniert. Die Planungsarbeiten dazu sind angelaufen.

Saniert werden alle sanierungspflichtigen Flächen der Siedlungsgebiete, die eine Belastung von über 2 mg Hg/kg aufweisen. Statistische Untersuchungen vom Februar 2017 haben gezeigt, dass aufgrund der hohen Heterogenität auf den Parzellen mit Belastungen zwischen 0.5 – 2 mg Hg/kg eine höhere Kontamination möglich sein könnte. Parallel zur Sanierung werden deswegen rund hundert dieser Parzellen noch einmal detaillierter untersucht und gegebenenfalls auch saniert. Die Sanierungen werden quartierweise durchgeführt. Grundlage für die Einzelprojekte bilden zwischen den jeweiligen Beteiligten abgeschlossene Sanierungsvereinbarungen. Die Sanierungen werden von der Lonza AG ohne Anerkennung einer Kostenpflicht vorfinanziert.

Aus Altlasten-rechtlicher Sicht musste ein Sanierungsprojekt von der Lonza AG (bzw. Arcadis Schweiz AG) erarbeitet und von der Dienststelle für Umwelt sowie vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) gutgeheissen werden. Nach der positiven Rückmeldung des BAFU  konnte die DUW mit dem Schreiben vom 2. August 2017 die Bedingungen und Auflagen für die Durchführung der Sanierungen festlegen. Diese Stellungnahme der DUW zum Sanierungsprojekt finden Sie hier.

Parallel dazu werden zurzeit weitere Untersuchungen in der Landwirtschaftszone durchgeführt. Das betroffene Landwirtschaftsgebiet ist weitläufig und die Quecksilberbelastungen schwanken stark. Die bereits durchgeführten historischen und geostatistischen Untersuchungen der Experten des Kantons haben gezeigt, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um die Verteilung der Quecksilberbelastung herauszufinden, so dass eine sinnvolle Sanierung möglich wird.