FINANZIERUNG

In der Frage, wer die Sanierungen finanzieren muss, bestimmt das Umweltschutzgesetz, dass der Verursacher die Kosten der Sanierung zu tragen hat. Dabei wird in erster Linie der Verhaltensstörer (eigentlicher Verursacher) und erst danach der Zustandsstörer (Inhaber) herangezogen. Die Kosten für alle notwendigen Massnahmen zur Untersuchung, Überwachung und Sanierungen werden nach dem Verursacherprinzip (Art. 32d USG) verteilt gemäss einem Verteilschlüssel (Kostenteiler). Das Departement für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt des Kantons ist für diesen Kostenteiler zuständig.

Zurzeit steht die endgültige Verteilung der Kosten noch nicht fest. Der Kanton Wallis, Lonza AG und die Gemeinden Raron und Visp haben jedoch beschlossen, dass sich die Bodeninhaber nicht an den Sanierungskosten ihrer quecksilberbelasteten Böden beteiligen müssen. Sollte der Kostenteiler eine Beteiligung der Inhaber festlegen, wird dieser Anteil von den restlichen Parteien im Kostenteiler pro rata übernommen. Dabei sieht die Vereinbarung ein Kostendach von 1.5 Mio. CHF für die Beteiligung des Kantons und je 1 Mio. CHF für die Beteiligung der Gemeinden vor. Übersteigt der Kostenanteil der Inhaber diese Kostendächer, übernimmt die Lonza AG die Differenz.

Bis der Kostenteiler definitiv festgelegt ist, finanziert die Lonza die Sanierungen unpräjudiziell vor. Auch die Vereinbarung zur Befreiung der Bodeninhaber von den Sanierungskosten ist sowohl für Lonza AG, wie für den Kanton und die Gemeinden unpräjudiziell.