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  1. reiner Flussunterhalt genügt nicht mehr

    1987

    Erste Untersuchungen der ETHZ nach der Überschwemmung 1987. Schlussfolgerung: Mit Unterhaltsmassnahmen kann die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden, es braucht ein Wasserbauprojekt.

  2. Erstes Generelles Projekt

    1992

    Generelles Projekt für die Rhone: Für Siders wird z. B. eine Kombination aus Aufweitung des Flussbetts, Erhöhung der Dämme, Ausgrabung und Verstärkung der Dämme durch Stahlwände vorgeschlagen.

  3. Zwei Überschwemmungen in 7 Jahren

    1993

    Ein erneutes Hochwasser stellt die bisherigen Abflussmengen in Frage (2 grosse Hochwasser innert 7 Jahren). Die Expertise der ETHL definiert die für die Rhone zu berücksichtigenden Abflussmengen. Diese liegen über den bisher angenommenen Mengen und führen dazu, nach neuen, sicheren, widerstandsfähigeren und dauerhafteren Lösungen zu suchen, die in der Möglichkeit einer Verbreiterung des Flusses liegen.

  4. Entwicklung eines Generellen Projekts

    1996

    Entwicklung eines generellen Projekts (für 10 Millionen Projektierungskosten) zwischen Brig und Martigny. Dieses Projekt beinhaltet alle möglichen Varianten (6 in Betracht kommende Profiltypen für den Rhoneausbau) und definiert bereits zwei Grundarten von Massnahmen: solche, die innerhalb der heute vom Fluss beanspruchten Fläche und mit ökologischen Ausgleichsmassnahmen erfolgen, und solche, deren Flächenbedarf erhöht ist.

  5. Der Grosse Rat lanciert R3 – Jahrhunderthochwasser der Rhone

    2000

    Im September 2000, einen Monat vor dem Hochwasser im Oktober 2000, beschliesst der Walliser Grosse Rat, die 3. Rhonekorrektion, von Gletsch bis zum Genfersee, gemeinsam mit dem Kanton Waadt, zu veranlassen. Im Monat darauf schon erlebt der Kanton ein Jahrhundert-Hochwasser.

  6. Vernehmlassung des GP-R3

    2008

    Nach Vernehmlassung des Generellen Projekts (GP-R3) hauptsächlich zwei Kritiken: der Flächenbedarf ist einzuschränken, und es ist schneller zu bauen.

  7. 1. Rahmenkredit des Bundes

    2009

    Der Bund gewährt einen Rahmenkredit über 169 Millionen Franken für die 1. Etappe der R3-Arbeiten. Ferner: Ergebnis der Expertise zur Sohlenabsenkung des Flusses als Gegenvorschlag zur Aufweitung des Flusses; diese Variante kann hauptsächlich wegen der Auswirkung auf das Grundwasser nicht umgesetzt werden.

  8. Beginn der dringlichen Bauarbeiten

    2010

    Die Bauarbeiten in Visp beginnen. Das Schadenpotenzial von 3 Milliarden Franken macht eine Sicherung dieses Abschnitts erforderlich. Ferner:
    • fordert der Grosse Rat: die Prüfung von Varianten, die dreimal schneller umzusetzen, dreimal weniger kosten und keine Beeinträchtigung der Landwirtschaft hätten;
    • der Staatsrat entscheidet, die von der R3 beanspruchten Landwirtschaftsflächen zu verringern und den Gesamtflächenbedarf dennoch beizubehalten.

  9. Beginn der dringenden Arbeiten

    2011

    Expertise, auf Antrag des Grossen Rates, der von den Gemeinden präsentierten Variante, die dreimal schneller umzusetzen, dreimal weniger kosten und keine Beeinträchtigung der Landwirtschaft haben soll. Die vom Staatsrat beauftragen Experten für Recht, Hochwasserschutz und Grundwasser (Zimmerli, Speerli und Höhn) kommen zum Schluss, dass diese Lösungen die Sicherheit nicht gewährleisten, dass sie potentielle Gefahren bergen, dass sie weder den Regeln der Kunst noch den gesetzlichen Grundlagen entsprechen.

  10. der Walliser und der Waadtländer Staatsrat validieren den Flächenbedarf des Projekts

    2012

    Validierung der Kantone Waadt und Wallis des nach öffentlicher Auflage revidierten Generellen Projekts. Der Flächenbedarf an Landwirtschaftsflächen wird um 70 ha reduziert.

  11. Dekret des Grossen Rates zur Bildung eines Finanzierungsfonds

    2014

    Beschluss des Grossen Rates zur Gewährung eines Finanzierungsfonds für die R3, zusätzlich zum ordentlichen Budgets und zur Sicherung der als prioritär eingestuften Abschnitte innert der nächsten 10 Jahre.

  12. Votum für die R3

    2015

    Das Walliser Stimmvolk (mit 57 % Ja-Stimmen) befürwortet die Schaffung eines Finanzierungsfonds für die 3. Rhonekorrektion, nachdem der Grosse Rat bereits 2014 sein Ja dazu gegeben hatte. Die Bauarbeiten, die aus Geldmangel eingestellt werden mussten, können wieder aufgenommen werden.

  13. Genehmigung GP-R3

    2016

    Das Generelle Projekt für die 3. Rhonekorrektion (GP-R3) wird von der Walliser und der Waadtländer Regierung verabschiedet. In diesem festgehalten sind der Flächenbedarf, die Ausbauvariante und die Prioritäten der einzelnen Abschnitte.

  14. Einrichtung und Betriebübernahme durch KAR3

    2017

    Der Staatsrat fordert eine Struktur, die wirklich in der Lage ist, ein Projekt dieser Grössenordnung zu bewältigen.

  15. Verabschiedung GFinR3

    2018

    Das Gesetz über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion (GFinR3) wird vom Walliser Parlament gutgeheissen. Das Gesetz regelt die Beiträge der verschiedenen beteiligten Parteien.

  16. Neuer Rahmenkredit des Bundes

    2019

    National- und Ständerat sprachen sich widerspruchslos für die Vergabe des Bundeskredits über 1.022 Milliarden zur Finanzierung der 2. Bauetappe der R3 aus.

Das grösste Hochwasserschutzprojekt in der Schweiz

Niemehr! Rhone 3 hat zum Ziel, 100’000 Personen und ein Schadenpotenzial von 20 Milliarden Franken vor den Hochwassergefahren des Flusses zu schützen.

 
Die 3. Rhonekorretion ist das grösste Hochwasser-schutzprojekt in der Schweiz. Es soll rund 100’000 Personen schützen und Schäden verhindern, die sich bei einem grossen Hochwasser auf an die 20 Milliarden Franken belaufen könnten. Doch soll die Rhone nicht nur sicherer, sondern auch natürlicher und «menschlicher» werden.

Die Arbeiten erfolgen gemäss dem Generellen Projekt (GP-R3), das von der Walliser und der Waadtländer Regierung gutgeheissen worden ist.

Die Kosten für die 3. Rhonekorrektion werden heute auf 3.4 Milliarden Franken für das Wallis und einschliesslich der Waadt auf 3.6 Milliarden geschätzt. Die Bauarbeiten werden vom Bund zu mindestens zwei Dritteln subventioniert.

Prekäre Sicherheit
Zu allen Zeiten hat die Rhone die Ebene, die sie durchquert, bevor sie in den Genfersee mündet, überschwemmt und verwüstet. Zu Beginn dieses 3. Jahrtausends sind ihre Hochwasser trotz zwei Korrektionen immer noch eine Bedrohung für die Anwohner, die Siedlungen und Infrastrukturen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung errichtet wurden. Deshalb ist es wesentlich, bei der Entwicklung der Ebene die plötzlichen Hochwasser des Flusses optimal miteinzubeziehen.