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Crans-Montana - Ausserordentliche Sitzung des Staatsrats

Der Staatsrat hat in einer ausserordentlichen Sitzung in Sitten beschlossen, die vom Brand in Crans-Montana betroffenen Familien finanziell und administrativ zu unterstützen, insbesondere durch die Opferhilfe-Beratungsstellen nach dem Opferhilfegesetz (OHG). Die Regierung beabsichtigt zudem, den verschiedenen Einsatzteams, die im Rahmen dieses Dramas tätig waren, Hilfe zu leisten. Er hat grundsätzlich beschlossen, sich finanziell zu beteiligen und die psychologische Betreuung der Einsatzkräfte zu koordinieren. Der Staatsrat erinnert alle Gemeinden an ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinsichtlich der Kontrollen im Zusammenhang mit dem Brandschutz und fordert sie auf, mit jeder Einrichtung Kontakt aufzunehmen. Der Staatsrat prüft auch, inwieweit die Gesetzgebung zum Brandschutz nach diesem dramatischen Ereignis angepasst werden muss. Die Vorbereitungen für die Gedenkfeier für die Opfer, die am Freitag, dem 9. Januar, dem nationalen Trauertag, stattfinden wird, sind im Gange. Diese erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Bund und der Gemeinde Crans-Montana. Aus Gründen der zu erwartenden Schneefälle und der Sicherheit wird die Zeremonie im CERM in Martinach stattfinden. Eine Übertragung der Zeremonie für die Bevölkerung wird im Kongresszentrum Le Régent in Crans-Montana organisiert.

Der Brand in Crans-Montana hat unseren Kanton tief erschüttert und viele Familien in Trauer und Bestürzung zurückgelassen. Der Staatsrat hat eine Sondersitzung zu diesem Drama abgehalten. Er hat beschlossen, die Opfer und ihre Familien mit finanzieller Hilfe zu unterstützen, deren Modalitäten noch festgelegt werden müssen. Er beabsichtigt ausserdem, sie bei ihren Behördengängen zu unterstützen, insbesondere durch die Opferhilfe-Beratungsstellen OHG (Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten).

Die Regierung beabsichtigt, Menschen, die psychologische Unterstützung benötigen, überall dort Hilfe zukommen zu lassen, wo diese benötigt wird. Was die Schulen betrifft, so wurde ein Team von auf Notfälle spezialisierten Psychologen mobilisiert. Um die zahlreichen Helfer, die mit diesem Ereignis konfrontiert sind, zu unterstützen, werden zusätzliche personelle und finanzielle Mittel benötigt. Der Staatsrat hat beschlossen, alle Einsatzteams zu unterstützen und ihnen eine koordinierte Lösung anzubieten. Diese wird in Absprache mit den verschiedenen betroffenen Partnerinnen und Partnern festgelegt und umgesetzt.

Bei dieser Sitzung hat der Staatsrat ausserdem beschlossen, alle Gemeinden aufzufordern, sich mit jeder öffentlich zugänglichen Einrichtung in Verbindung zu setzen, um deren interne Verfahren, die Ausbildung ihres Personals sowie die derzeit bestehenden Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Er erinnert sie daran, dass diese Einrichtungen regelmässig von einem Brandschutzfachmann überprüft werden müssen. Gegebenenfalls müssen geeignete Massnahmen ergriffen werden, um jegliches Risiko für Personen und Infrastrukturen zu vermeiden.

Der Staatsrat prüft auch, inwieweit die Gesetzgebung zum Brandschutz nach diesem dramatischen Ereignis angepasst werden muss.

Am Freitag, dem 9. Januar, dem nationalen Trauertag, findet eine offizielle Gedenkfeier für die Opfer des Brandes in Crans-Montana statt. Die Vorbereitungen für diese Feier werden in enger Zusammenarbeit mit der Eidgenossenschaft und der Gemeinde fortgesetzt. Ursprünglich in Crans-Montana geplant, wird sie aus Gründen, die mit den angekündigten Schneefällen und der Sicherheit zusammenhängen, im CERM in Martinach stattfinden. Der offizielle Teil, der sich an die Opfer und ihre Angehörigen richtet, beginnt um 13.45 Uhr in Anwesenheit von internationalen, eidgenössischen, kantonalen und lokalen Behörden. Alle betroffenen Familien sind eingeladen, daran teilzunehmen.

Für die Bevölkerung wird nach Anmeldung im Kongresszentrum Le Régent in Crans-Montana eine Übertragung der Zeremonie organisiert, um an diesem Tag der nationalen Trauer einen Moment der Besinnung und Solidarität zu teilen. Um 14.00 Uhr werden alle Glocken der Schweizer Kirchen fünf Minuten lang läuten und es wird eine Schweigeminute eingelegt.

 

© Sédrik Nemeth
© Sédrik Nemeth