Medienkonferenzen Staatsrat

Crans-Montana - Lagebericht zur Betreuung der Opfer

Die vorläufige Bilanz des schrecklichen Brandes, der in der Silvesternacht in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana wütete, beläuft sich auf rund vierzig Tote. Darüber sind 115 meist schwerverletzte Personen zu beklagen, die zur Behandlung in die verschiedenen Spitäler verlegt wurden. Im Verlaufe des Tages begab sich Bundespräsident Guy Parmelin gemeinsam mit den beiden Walliser Staatsräten Mathias Reynard und Stéphane Ganzer vor Ort, um den Opfern und ihren Angehörigen seine Unterstützung und Anteilnahme auszusprechen und sich bei den Einsatz- und Rettungskräften sowie dem Spitalpersonal für ihre Arbeit zu bedanken.

In der Silvesternacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar 2026 kam es in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana infolge eines Brandes zu einem Flashover, der nach ersten Erkenntnissen eine oder mehrere Explosionen zur Folge hatte und zahlreiche Tote und Verletzte forderte. Im Rahmen der Neujahrsfeierlichkeiten feierten zahlreiche Gäste in der zweistöckigen Bar.

Das rasche Ausbreiten des Feuers im Lokal führte zum Tod von rund vierzig Personen. Neben den Toten sind rund 115 Verletzte zu beklagen, die meist schwere Verbrennungen erlitten. Alle Opfer wurden von den Rettungskräften versorgt und nach der Erstversorgung ins Spital Wallis und andere Spitäler gebracht.

Im Spital Wallis, das seinen Katastrophenplan aktivierte, werden derzeit rund 60 Verletzte behandelt, die auf verschiedenen Spitalstandorte Visp, Sitten und Martinach verteilt wurden. Etwa 60 weitere Patientinnen und Patienten wurden in andere Spitäler eingewiesen, darunter die beiden Schweizer Zentren, die auf die Behandlung von schweren Brandverletzungen spezialisiert sind, nämlich das Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) in Lausanne und das Universitätsspital Zürich. Aktuell sind die Behörden gemeinsam mit den Nachbarländern an der Planung, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen bestmöglich sicherzustellen.

Als Zeichen der Unterstützung für die zahlreichen Betroffenen und die Einsatzkräfte reiste Bundespräsident Guy Parmelin heute Nachmittag in Begleitung des Walliser Staatsratspräsidenten Mathias Reynard, und des Vorstehers des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport, Stéphane Ganzer, nach Crans-Montana. 

Da sich zu dieser Jahreszeit zahlreiche ausländische Gäste in der Tourismusdestination Crans-Montana befinden, bemüht man sich nach Kräften um eine rasche Identifizierung der Opfer und die Koordinierung des Informationsaustauschs mit dem Ausland.

Die Helpline 0848 112 117 steht den Opfern und ihren Angehörigen sowie Leichtverletzten und Zeugen zur Verfügung.

Der Staatsrat ist in Gedanken bei allen Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen und spricht ihnen seine Anteilnahme aus. Er bedankt sich beim ganzen Personal der Rettungskräfte, der Polizei und der Spitäler, die an der Bewältigung der Ereignisse der vergangenen Nacht beteiligt waren oder noch immer im Einsatz stehen. Weiter hat er die besondere Lage verhängt, um über die nächsten Tage hinweg rasch die zur Bewältigung des tragischen Ereignisses nötigen Mittel mobilisieren zu können.

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