Medienmitteilung

Empfang des Botschafters des Europäischen Union

19/02/2019 | Staatskanzlei

Der Kanton Wallis empfing offiziell den Botschafter der Europäischen Union für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein I.E. Michael Matthiessen. Er wurde in Siders im Schloss Mercier von einer Walliser Delegation, angeführt von Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten und Vizestaatsratspräsident Roberto Schmidt, empfangen.

Seit 2007 ist die Europäische Union in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein durch einen Botschafter und eine diplomatische Mission vertreten. Der Botschafter der Europäischen Union I.E. Michael Matthiessen, der seit September 2016 in Bern stationiert ist, reiste in Begleitung seiner politischen Assistentin Katharina Burren für einen offiziellen Besuch ins Wallis.

In ihrer Begrüssungsansprache hielt Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten fest, wie eng die Beziehungen zwischen der Schweiz und ihrem wichtigsten Handelspartner, der Europäischen Union, sind. Sie erinnerte auch an die gemeinsame Geschichte, die verwandten Sprachen und ähnlichen Kulturen. Im Rückblick auf die verschiedenen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union sowie auf die Ungewissheit im Zusammenhang mit der Annahme der Initiative «Gegen Masseneinwanderung» vom 9. Februar 2014 durch das Schweizer Volk verwies sie auf die Wichtigkeit des bilateralen Ansatzes im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über das neue institutionelle Rahmenabkommen.

Der Botschafter der Europäischen Union betonte seinerseits die Ähnlichkeiten zwischen der Funktionsweise des Bundes und dem europäischen Politiksystem. Er teilte die heute vom Europäischen Rat angenommenen und veröffentlichten Schlussfolgerungen zu den Beziehungen zur Schweiz mit. Die für europäische Angelegenheiten zuständigen Minister der 28 Mitgliedsstaaten registrieren viele positive Punkte und begrüssen die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Schweiz in vielen Bereichen. Sie bekunden insbesondere ihre Unterstützung für das institutionelle Rahmenabkommen und ersuchen den Bundesrat, dieses sobald das Vernehmlassungsverfahren abgeschlossen ist, der Bundesversammlung zur Annahme vorzulegen.

Die Präsidentin des Staatsrates Esther Waeber-Kalbermatten und der Vizepräsident der Regierung Roberto Schmidt wurden begleitet von Philipp Spörri, Staatskanzler, Anne-Marie Sauthier-Luyet, Grossratspräsidentin, Lionel Seeberger, Präsident des Kantonsgerichts, Nicolas Dubuis, Generalstaatsanwalt, Pierre Berthod, Stadtpräsident von Siders, Cédric Pugin, Burgerpräsident der Stadt Siders und Jean-Marie Viaccoz, Präfekt des Bezirks Siders.

 

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