Medienmitteilung

Der Umgang mit der Lawinengefahr - Aufnahme in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO

30/11/2018 | Dienststelle für Kultur | Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft

Im Rahmen des UNESCO-Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes haben Österreich und die Schweiz 2017 vorgeschlagen, den Umgang mit der Lawinengefahr als immaterielles UNESCO-Kulturerbe aufzunehmen. In seiner 13. Session vom 26. November bis 1. Dezember 2018 in Port-Louis (Republik Mauritius), hat das Zwischenstaatliche Komitee für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes diesen Vorschlag gutgeheissen. Der Umgang mit der Lawinengefahr ist somit Teil des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Im Wallis fand zu diesem Anlass in Anwesenheit von Bundespräsident Alain Berset eine offizielle Feier statt.

Eine bedeutende Anerkennung für die Schweiz

Um die Aufnahme des Umgangs mit der Lawinengefahr in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO gebührend zu feiern, fand diesen Freitag, 30. November 2018 im Kulturzentrum Arsenaux in Sitten im Beisein des Bundespräsidenten Alain Berset, der Walliser Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten sowie zahlreicher Gäste eine offizielle Feier statt. Diese wurde von der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur, dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), dem Schweizerischen Alpenclub (SAC), dem Schweizer Bergführerverband (SBV) und der Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft des Kantons Wallis (DWFL) organisiert.

Vor dem offiziellen Teil wohnten die Teilnehmenden zudem einer von Fachpersonen geführten Diskussionsrunde bei. Vertreter/innen von Gemeinden, Bergführer, aus der Wissenschaft und dem Lawinenschutz diskutierten zum Thema «Umgang mit Lawinengefahr: Know-how im Bereich des Kulturerbes».

Immaterielles Kulturerbe: wegbereitende Rolle des Wallis

Das Wallis nahm bei der Aufnahme des Umgangs mit der Lawinengefahr in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eine entscheidende Rolle ein. Schliesslich schlug der Staat Wallis 2011 dem Bund diese lebendige Tradition zur Aufnahme vor. Der Bundesrat unterstützte die Kandidatur von Beginn an.

RISIKEN im Wallis: Sensibilisierung für Naturgefahren im Alpenraum

In diesem Zusammenhang organisieren die Gedächtnisinstitutionen der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis 2018 ein breit angelegtes, transdisziplinäres Projekt namens RISK. Es diskutiert den Begriff der Natur- und Umweltgefahren im Alpenraum und hinterfragt Strategien zum Umgang mit Risiken und welche Beziehung zum Ökosystem besteht. Noch bis zum 3. Februar 2019 werden Ausstellungen, Filme, Vorträge, Führungen und Entdeckungswanderungen auf dem ganzen Kantonsgebiet sowie ein Escape Room angeboten. Durch RISK soll ein breites Publikum sensibilisiert werden. 

Ein Wochenende im Zeichen des Umgangs mit der Lawinengefahr

Um den Eintrag des Umgangs mit der Lawinengefahr ins immaterielle Kulturerbe der Menschheit zu bekräftigen, finden am Wochenende des 1. und 2. Dezember in diesem Rahmen mehrere Veranstaltungen statt. Dank diesen kann das Publikum die verschiedenen Facetten des Umgangs mit der Lawinengefahr näher kennenlernen (siehe Programm weiter unten).

 

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