Medienmitteilung

Architektur - Öffentliche Buchvernissage zum Erscheinen von «Jean Suter, un pionnier de l’architecture moderne en Valais»

19/09/2018 | Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie

Soeben ist ein Buch über Jean Suter, den grossen Walliser Architekten des 20. Jahrhunderts, erschienen. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie (DHDA) und der Walliser Sektion des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (sia). Im ausgiebig bebilderten Band gesammelt sind die Werke Suters, die von 1934 bis 1989 zwischen St-Gingolph und dem Pfynwald erbaut wurden. Die Vernissage ist öffentlich und findet am 22. September um 10.30 Uhr in der Aula des Collège de la Planta in Sitten statt.

Auf 92 Seiten leuchtet das Buch in Wort und Bild die Eigenheit und Besonderheit von Suters Architektur aus, wozu Erinnerungen des Architekten, aber auch bisher unveröffentlichte Dokumente aus dessen Korrespondenz und realisierten Projekten herangezogen werden. Zu seinen wichtigsten Werken gehören das Wohngebäude Bagaïni (1934) und das Bürogebäude der Walliser Kantonalbank (1952-56) in Sitten, das Hotel Crans-Sapin (1960) in Icogne, die drei Wochenendhäuser am Seeufer in St-Gingolph (1957) sowie diverse Einfamilienhäuser an den Hängen (Le Nid d’Aigle in Sitten, 1956) und in der Ebene des Rhonetals (sein eigenes Wohnhaus in Conthey, 1970).

Jean Suter schwamm stets gegen den Strom der Bautradition seiner Zeit. Mit dem Vorbild der modernen Architektur eines Le Corbusier vor Augen gelang es ihm jeweils, Formen und Volumen an die Besonderheit einer Lage oder Örtlichkeit anzupassen. Suters zentrales Anliegen in der Architektur war der Respekt vor dem Menschen und dessen Umwelt, dem er mit seinem aussergewöhnlichen Gespür für Formgebung, Farbe und Material Ausdruck verlieh. Jean Suters Architektur zeichnet sich gleichermassen durch ihre Einfachheit, ihren Reichtum und ihre Neuerungskraft aus.

Das ihm gewidmete und nun erschienene Buch kam in enger Zusammenarbeit zwischen der kantonalen Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie (DHDA) und dem Schweizerischen Ingenieur-und Architektenverein (sia, Sektion Wallis) zustande. Es ist das Resultat umfangreicher Nachforschungen in den Archiven der Gemeinden, des Kantons und von Privaten sowie im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.

Anlass für sein Erscheinen ist das Europäische Jahr des Kulturerbes. Es wurde bewusst schlicht, praktisch und ansprechend gestaltet, entsprechend der Architektur, die uns Jean Suter hinterlassen hat. So wurden den Texten und Illustrationen auch Karten hinzugefügt, auf denen die vom Architekten geschaffenen Bauten eingezeichnet sind.

 

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