Medienmitteilung

Naturgefahren in der Region Aletsch

12/10/2016 | Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft

Detailuntersuchungen im Gelände sowie die von Kanton und Bund noch dichter und diversifizierter eingesetzten Instrumente zur Beobachtung der Rutschung bei der Moosfluh, am linken Rand des Aletschgletschers, haben eine genauere Erfassung der Situation ermöglicht. Obwohl die Rutschgeschwindigkeit in einigen Abschnitten zugenommen hat, bleibt das Gefahrenrisiko für das Gebiet insgesamt unverändert. Die Benutzung der Wanderwege im Gebiet bleibt bis auf Weiteres streng verboten.

Die Beobachtung und Überwachung der Rutschung in der Region Moosfluh, auf dem Gebiet der Gemeinde Riederalp, wurden in den letzten Tagen intensiviert und diversifiziert. Diese, und die ebenfalls vor Ort durchgeführten Detailuntersuchungen zur Hanginstabilität, haben es ermöglicht, die Bewegungen der verschiedenen Geländemassen genauer zu erfassen. Ein Teil der Massen bewegt sich zurzeit um über 70 Zentimeter pro Tag. Diese Beschleunigung kann stellenweise zu Felsabbrüchen führen. Für das übrige Rutschgebiet gibt es hingegen Anzeichen einer Stabilisierung.

Ein plötzliches Absacken der gesamten Hangmasse erscheint zwar nach wie vor als sehr unwahrscheinlich, doch wegen der stellenweise zu erwartenden Felsabbrüche, ist in diesem Gebiet höchste Vorsicht geboten.

Der Kanton erinnert die Bevölkerung daran, dass die herrschende Gefahr sehr gross und ein Betreten des Gebiets daher streng verboten ist. Es wird dringend geraten, die angebrachte Signalisierung zu beachten und die am Beginn der Wanderwege errichteten Schranken nicht zu umgehen.