Medienmitteilung

Verkehrssicherheit - Test mit langnachleuchtender Farbe zwischen Vouvry und Vionnaz

13/10/2021 | Dienststelle für Mobilität

Zurzeit testet die Dienststelle für Mobilität, als eine Premiere in der Schweiz, auf dem Radstreifen zwischen Vouvry und Vionnaz eine langnachleuchtende Farbe. Diese Farbe, die tagsüber Licht aufnimmt und dieses in der Dunkelheit wieder abgibt, ermöglicht eine Erhöhung der Verkehrssicherheit dank einer verbesserten Erkennbarkeit des Streckenverlaufs. Sie dient als Alternative zum traditionellen, kostspieligen und energieaufwendigen Beleuchtungssystem. Dieser Test dient der Erprobung der Wirksamkeit einer solchen Markierung und wird ihr, bei positiver Bilanz, den Weg in Richtung einer Homologierung ebnen.

Die Benutzung des Fahrrads als Mittel des Alltags- und Freizeitverkehrs nimmt seit einigen Jahren stark zu, so dass das Velofahren (auch ohne Mountainbike) heute eine der am häufigsten ausgeübten Sportarten in der Schweiz ist. Um auf den Strassen für Sicherheit und ein harmonisches Nebeneinander der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer zu sorgen, ist die Dienststelle für Mobilität des Departements für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt (DMRU) bemüht, in Übereinstimmung mit dem kantonalen Mobilitätskonzept 2040 (KMK 2040) nach innovativen Lösungen zu suchen.

So begann am 11. Oktober 2021, in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA), auf einem ein Kilometer langen, ausserorts liegenden Teilstück des Radwegs ohne Strassenbeleuchtung zwischen Vouvry und Vionnaz eine Testphase mit einer langnachleuchtenden Farbe. Diese Farbe, die tagsüber Licht aufnimmt und dieses in der Dunkelheit wieder abgibt, ist in der Anwendung gleich wie eine gewöhnliche Strassenmarkierung. Es reichen schon wenige Minuten, auch mitten im Wald oder bei ungünstiger Witterung (Regen, Nebel und weitere), um die Farbe für eine Leuchtdauer von zehn Stunden aufzuladen. Im Bereich der Testzone werden verschiedene Varianten ausprobiert, etwa die Farbgebung und/oder die Geometrie (Breite der langnachleuchtenden Markierungen).

Davon erhofft man sich vielerlei Gewinn. Diese Art der Markierung funktioniert als Lichtleiter, der bei Nachteinbruch eine Sichtweite von über 80 Metern und auch mitten in der Nacht noch eine Sichtweite von 30 Meter erbringt, im Gegensatz zum normalen Velolicht mit acht Metern Sichtweite. Diese Markierung kann auch als Warnsignal für heikle Stellen wie Verkehrsschikanen, Querstrassen oder gefährliche Strassenränder dienen. Zu diesen Vorteilen für die Sicherheit können noch finanzielle Vorteile sowie Umweltaspekte hinzugezählt werden. Obwohl diese einfach und schnell aufzutragende Farbe etwas teurer als ein herkömmlicher Anstrich ist, lassen sich mit ihr kostspielige Strassenbeleuchtungen mit starker Umwelteinwirkung vermeiden.

Diese ein Jahr andauernde Testphase ermöglicht die Wirksamkeit einer solchen Markierung in der Schweiz auszuloten. Bei positiver Bilanz wird dieser Innovation der Weg in Richtung einer Homologierung durch die zuständigen Behörden geebnet.